Windenergie schützt Wald und Natur!
Windenergie hilft tatsächlich dem Walderhalt!
Der Klimaschutzeffekt einer 7-MW Windenergie-Anlage mit 13.000 MWh jährlich an erneuerbarer Energie ist ein gewichtiger Beitrag zur Erhaltung der Wälder und des Landschaftsbildes wie wir sie kennen und erhalten wollen (1,5° Grad-Ziel) und dies bei dauerhaft 0,5 ha Waldverlust (ohne Kompensation der Flächenverluste).
Die 2-3 Windräder, die für Staufens Klimaneutralität in der Kommunalen Wärmeplanung vorgesehen sind, würden die 1.100 ha des Waldes auf Staufener Gemarkung um 2 ha vermindern. Das sind 0,18%! Diese 2-3 Windräder haben durch die Substitution von fossilen Energien die gleiche Klimaschutzleistung wie ca. 7.000 ha Wald.
Ihre Bedenken – Große Waldflächen gehen verloren?
Durchschnittlich muss ein halber Hektar Wald für den Bau einer Windenergieanlage gerodet werden. Dazu kommt ein weiterer halber Hektar Fläche für die Bauphase, die aber wieder aufgeforstet werden kann. Zum Vergleich: Die Fläche für Wege, die für die (nachhaltige) Waldwirtschaft benötigt werden (befestigte, von LKW befahrbare Wege), beträgt im Staufener Wald 10 ha (20 m Waldweg/ha Wald).
Wie bei allen Eingriffen in Natur und Landschaft (Bauvorhaben jeder Art) wird auch der Waldverlust kompensiert durch Neu-Aufforstung und/oder ökologische Aufwertung von Waldflächen (u.a. Stilllegung).
Bei der Wiederaufforstung dieser nur für die Aufstellung benötigten Fläche, werden im Zuge der Kompensationsmaßnahmen in Absprache mit der Forstverwaltung, standortgerechte, klimaangepasste Baumarten eingesetzt. Dies kann eine Chance für den Wald sein, wenn dadurch labile Baumarten durch besser angepasste ersetzt werden. So wird auf einem Teil der für den Aufbau temporär genutzten Fläche Wald wieder entstehen.
Ihre Bedenken – Große Schäden im Wald durch Zufahrtswege?
Die Zuwegung erfolgt in der Regel entlang bestehender Straßen und Waldwegen, die stellenweise auf 4,5 m verbreitert und tragfähiger gemacht werden müssen. Neue Fahrwege sind zumeist nur auf den letzten Meter bis zum Aufstellungsort notwendig.
Windenergie fördert Gemeinschaft und Gemeinschaften in Staufen!
Windenergie ist mehr als saubere Stromerzeugung. Sie bringt Menschen zusammen und stärkt das Miteinander vor Ort.
Wo über Windenergie gesprochen wird, entsteht Austausch: Bürgerinnen und Bürger informieren sich, diskutieren und gestalten mit. So wird die Energiewende zu einem gemeinsamen Projekt. Erfahrungen zeigen: Wenn transparent informiert wird und Fakten offenliegen, schwindet Skepsis – viele Bürgerentscheide fallen zugunsten der Windenergie aus.
Auch wirtschaftlich profitiert die Region. Gemeinden erhalten Gewerbesteuer, die direkt in Schulen, Infrastruktur oder soziale Angebote fließen kann. Zudem haben Bürgerinnen und Bürger häufig die Möglichkeit, sich finanziell zu beteiligen und am Ertrag der Anlagen mitzuwirken.
Windenergie steht damit nicht nur für klimafreundliche Energie. Sie steht für Verantwortung, Teilhabe und eine starke Gemeinschaft.
Weitere Informationen / Beispiele:
- Bürger und Kommunen profitieren finanziell
- Die Energiewende kann die Demokratie retten
- BAFA Förderprogramm „Bürgerenergiegesellschaften“ bei Windenergie an Land
- Beteiligung Windpark – Möglichkeiten finanziell mitzuverdienen
Mit Windenergie zur Wärmewende - Mit Strom wird‘s warm, mit Gas wird‘s heiß!
Wir heizen überwiegend fossil: Der Energiebedarf für Heizen macht ungefähr 66% des Gesamtenergiebedarfs für Haushalte aus, dieser wird aktuell in Staufen zu 77% durch die Verbrennung von klimaschädlichem Erdgas und Heizöl gedeckt. Diese Energieträger müssen jeweils zu über 95% importiert werden, dafür werden pro Jahr durchschnittlich 81 Milliarden Euro ausgegeben – dazu kommt eine starke Abhängigkeit von den jeweiligen Lieferländern und Energiekonzernen.
Für den Klimaschutz ist die Umstellung auf erneuerbare Energien (PV, Windenergie u.a.) unerlässlich. Die kommunale Wärmeplanung in Staufen zeigt auf: Für das Erreichen der Klimaneutralität müssen die Potenziale von PV-Dachflächen- und PV-Freiflächen, die Biomasse sowie insbesondere die Windenergie genutzt werden.
Mit Wärmepumpen als Schlüsseltechnik für Heizen und Kühlen sinkt der Energiebedarf: Sie zapft die Umweltwärme an, z.B. aus Luft, Boden, (Grund-) Wasser, und nutzt den Strom effizient: Aus 1 kWh Strom werden 3-4 kWh Heizwärme.
Der Strombedarf wird dadurch etwas steigen: In Staufen werden bis 2040 ca. 15% mehr Strom benötigt. Aber 98 GWh/a an Energie für Wärme und Kühlen lassen sich dann erneuerbar erzeugen, wodurch 77 GWh/a an fossilen Energieträgern ersetzt werden.
Windenergie ist daher ein wichtiger Baustein, gerade im Winter: Neben PV, Biomasse und Wasserkraft würden in Staufen zwei moderne Windenergieanlagen mit 6 bis 7 GW Leistung den Bedarf klimaneutral decken.
Weitere Informationen / Quellen:
- Fachgutachten zur Kommunale Wärmeplanung Staufen
- KfW Research: Import fossiler Brennstoffe in Deutschland
- Heizen mit Strom
- Entwicklung des Endenergieverbrauchs nach Sektoren und Energieträgern
In Staufen sparen mit Erneuerbaren, damit die „Kohle“ bei uns bleibt!
Staufen gibt jährlich 18,5 Mio. € für fossile Energien aus. Das sind sind 4 600 € pro Haushalt!
Erneuerbare Energien haben die niedrigsten Gestehungskosten, wie eine Studie des Frauhofer ISE zeigt. Sie machen uns unabhängig von fossilen Energieträgern oder Kernkraft, damit auch wirtschaftlich und politisch weniger abhängig.
Vorteil: Wir können möglichst viel Energie lokal und günstig erzeugen. Das spart Geld für die Stadt und für die Bewohner und schont das Klima.

Daten: Fraunhofer ISE, 2024; Grafik: EnBW


