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Klimaschutz-Aktionstag am Faustgymnasium (19.05.22)

Am 19.05. fand am Faustgymnasium Staufen ein Klimaschutz-Aktionstag statt. Neben anderen „externen“ Organisationen waren wir eingeladen, daran teilzunehmen und uns einzubringen. An unserem Stand konnte man sich auf einem Heimtrainer mit der Leistung eines Solarmoduls messen: Nur wenige schafften die gut 220 Watt, die das Modul dauerhaft in der prallen Sonne lieferte. Außerdem hatten wir ein Klima-Quiz vorbereitet, bei dem man Blumen- oder Kresse-Samen gewinnen konnte.


150 Teilnehmer*innen am Klimastreik in Staufen!

Vielen Dank an alle Teilnehmer*innen an der Fahrraddemo am 25.3. in Staufen. Zusammen haben wir ein deutliches Zeichen für Klimaschutz und gegen den Krieg gesetzt!

Hier ein paar Eindrücke…

… und ein kurzer Auszug aus Axel Mayers Rede:

Lebe umweltfreundlich, wird Dir gesagt und habe dauerhaft ein schlechtes Gewissen, weil Du das gute ökologische Leben sowieso nicht schaffst.
Beschäftige Dich mit Dir selber, denn Du alleine bist für alle Probleme verantwortlich, wird Dir gesagt.
Du sollst Schuldgefühle haben und keine Zeit Dich mit den Ursachen von Klimawandel und Artenausrottung zu beschäftigen oder etwa gar zerstörerische Strukturen zu verändern.


Globaler Klimastreik Freitag 25. März 2022 auch in Staufen!

Der aktuelle IPCC Bericht hat gerade erst wieder deutlich gemacht, welche dramatischen Auswirkungen die Klimakrise auf Ökosysteme, die biologische Vielfalt, Menschen und Gesellschaften bereits hat. Die Klimakrise wird weltweit weitere Konflikte anheizen und Menschen so ihre Lebensgrundlagen rauben – auch deswegen ist das 1,5-Grad-Limit lebenswichtig und nicht verhandelbar. Dennoch passiert politisch immer noch zu wenig. Nach gut 100 Tagen Ampelkoalition gehen wir deshalb gemeinsam mit Fridays for Future auf die Straße und sagen der Politik #ReichtHaltNicht!

Wir solidarisieren uns auch mit den Menschen in der Ukraine, die unter Putins völkerrechtswidrigen Angriffskrieg leiden. Fassungslos blicken wir auf das Leid der Menschen vor Ort und derer, die nun auf der Flucht sind. Dieser Krieg muss beendet werden – sofort. Er zeigt uns aber auch unmissverständlich, dass die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern schnellstmöglich gestoppt werden muss. Für das Klima und für die Unabhängigkeit von Autokraten. Die Energie-, Verkehrs- und Wärmewende muss von der Politik nun mit allen Mitteln vorangetrieben werden.

In Staufen treffen wir uns um 16 Uhr am Schladerer-Platz (unter den Platanen) zu einer Fahrraddemo.
Lasst uns ein Zeichen setzen für Frieden und Klimaschutz!


Vortrag „Klimaschutz für jeden Tag“ am Di. 15.3.22 um 19 Uhr

Wir haben uns im Rahmen des Online-Vortrages “Klimaschutz für jeden Tag – sofort, einfach, wirkungsvoll” angeschaut, wo die größten Stellschrauben für klimafreundlichen Konsum liegen. Was kann schnell und einfach umgesetzt werden, welche Maßnahmen bringen wirklich etwas? Wir stellten uns gemeinsam die Frage, wie die ersten Schritte auf dem Weg zu mehr Klimaschutz gelingen können? Denn fast täglich treffen wir zahlreiche Konsumentscheidungen. Diese reichen vom Einkauf im Supermarkt, über die Bestellung von Büromaterial bis zur Wahl des Stromanbieters oder der Geldanlage. Allen diesen Entscheidungen ist gemein, dass sie eine Auswirkung auf unseren CO₂-Fußabdruck haben.

Hier können Sie sich die Folien zum Vortrag ansehen:

Der Online-Vortrag war eine gemeinsame Veranstaltung mit dem städtischen Arbeitskreis Klimaschutz Staufen, der BUND Gruppe Staufen/Sulzburg und dem Bürgerverein Grunern und dem fesa e.V..


Kostenlose Webinare zum Thema Photovoltaik

Im Rahmen seiner Klimaschutzoffensive kooperiert der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald mit der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Diese bietet eine Reihe kostenloser Webinare zum Thema Photovoltaik an. Zur Anmeldung klicken Sie bitte auf den Link des jeweiliges Webinars:

22.3.2022 18 Uhr – Dachbegrünung: Photovoltaik und Gründach als Kombination
4.4.2022 18 Uhr – Fragestunde Solar
5.4.2022 18 Uhr – Sonne tanken – Mit Sonnenstrom sauber Auto fahren
3.5.2022 18 Uhr – Sonne tanken – Mit Sonnenstrom sauber Auto fahren
16.05.2022 18 Uhr – So erhöhen Sie den Eigenstromanteil Ihrer PV-Anlage
20.06..2022 18 Uhr – So erhöhen Sie den Eigenstromanteil Ihrer PV-Anlage
06.07.2022 18 Uhr – So erhöhen Sie den Eigenstromanteil Ihrer PV-Anlage

Auf der Website des Landratsamtes finden Sie weitere interessesante Informationen zum Thema Photovoltaik wie kompakte „Faktenblätter“ zu den wichtigsten Fragen, den Link zum Solarkataster BW und eine Liste von Photovoltaik-Betrieben in der Region.


Stellungnahme zur Energiekarawane in Staufen

Am 26. Januar war die „Auswertung“ der ersten Energiekarawane in Staufen Thema im Gemeinderat (Link). Es wurde festgehalten, „dass das Gremium von dem überschaubaren Erfolg der Energiekarawane enttäuscht ist“. Ein Ratsmitglied sprach von einem „Rohrkrepierer“, ein anderes wünschte sich für eine zukünftige Beratungskampagne „bessere“ Energieberater. Entsprechend fiel die Berichterstattung der Badischen Zeitung (Link) aus.

Wir sind überrascht über die Unzufriedenheit der Stadt mit der Energiekarawane und können die Darstellung als Misserfolg nicht nachvollziehen. Wer die Energiekarawane als Akquise-Instrument für eine (fossil betriebene) Nahwärmeversorgung zweckentfremden wollte, ja, für den mag sie enttäuschend verlaufen sein. Die eingesetzten Energieberater haben gemäß den Vorgaben der Deutschen Energie-Agentur neutral und vertriebsunabhängig zu beraten und dürfen sich nicht als Verkäufer einspannen lassen. Dass man nun öffentlich und auf nicht-sachliche Weise pauschale „Zweifel an der Qualität“ dieser zertifizierten Experten äußert, macht uns sprachlos.

Andere Versäumnisse wurden hingegen nicht thematisiert: So wurden die Berater von der Stadt mit schlecht aufbereiteten Datensätzen voller Dopplungen und vielfach ohne Kontaktdaten versorgt. Da deshalb nur ein Bruchteil der Eigentümer kontaktiert werden konnte, relativiert sich die Anzahl der zustande gekommenen Beratungen. Anders als in anderen Kommunen gab es weder eine Abschlussrunde mit den Beratern, noch wurde Feedback von den beratenen Eigentümern eingeholt – beides hätte sicher bei einer Beurteilung des Erfolges geholfen.

Man hätte auch durchaus ein positives Fazit ziehen können: Immerhin wurden 71 Energieberatungen durchgeführt, die ohne die Energiekarawane wahrscheinlich nicht zustande gekommen wären. Einige Eigentümer haben schon Sanierungsmaßnahmen in die Wege geleitet, bei manchen „gärt“ es noch und wieder andere werden sich bei der nächsten Renovierung an die Beratung erinnern und dann hoffentlich auch gleich energetische Aspekte berücksichtigen. So wurde wahrscheinlich mehr für den Klimaschutz erreicht als mit manch anderer Maßnahme…


Jahresrückblick 2021

Angefangen und aufgehört mit Online-Treffen, hat auch die Pandemie unsere Arbeit in 2021 mitbestimmt. Trotzdem konnten wir uns im Sommer nicht nur wieder persönlich treffen, sondern auch Veranstaltungen durchführen. Hier ein kurzer Rückblick auf die Themen, die uns 2021 beschäftigt haben:

  • Bürgerbus: Wir haben uns Gedanken gemacht, ob und wie ein Bürgerbus in Staufen funktionierten kann, insbesondere um individuelle Autofahrten zu verringern. Dazu hatten wir Kontakt mit anderen Bürgerbusvereinen und u.a. eine Vertreterin der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) zu Gast. Bei Ausstattern entsprechender Elektrofahrzeuge haben wir angefragt und vielversprechende Finanzierungsrechnungen aufgestellt. Das Thema haben wir auch mit den städtischen Arbeitskreisen „AK Klimaschutz“ und „AK Demografischer Wandel“ diskutiert.
  • Austausch mit den Klimaschutzmanagern von Staufen (Hr. Schalk) und Bad Krozingen (Hr. Herzog)
  • Digitale Podiumsdiskussion zur Landtagswahl im März mit den Wahlkreiskanditat*innen
  • Auswertung ADFC Fahrradklimatest 2020
  • Bearbeitung des Thema Bürgerhauses
  • Teilnahme an SWR-Aufruf zu Verbesserungsvorschlägen bzgl. Radverkehr
  • Vernetzungstreffen der Klimaschutz-Gruppen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
  • Energiewendetage mit Stand im Städtle
  • Teilnahme an Klimastreiks (z.B. Fridays-for-Future) in Freiburg, Müllheim und Bad Krozingen
  • Erarbeitung von Vorschlägen für Klimaschutz-Maßnahmen in Staufen
  • Veranstaltungs-Planung für das Jahr 2022 mit Festlegung von Themenschwerpunkte

Vorschläge für Klimaschutz-Maßnahmen in Staufen

In der Sitzung des Gemeinderats am 27.10.21 stand das Thema „Klimaschutzoffensive“ auf der Tagesordnung (siehe hier). Dabei wurden Maßnahmen-Vorschläge für 2022 zu den Themen Klimaschutz und Klimaanpassung diskutiert und beschlossen.

Wir als IKS begrüßen es, dass konkrete Klimaschutz-Projekte geplant und angepackt werden sollen. Ergänzend zur Beschlussvorlage haben wir weitere, aus unserer Sicht wichtige Ideen und Projekte zusammengestellt, die Staufen auf dem Weg zur Klimaneutralität voranbringen können.

Unsere Vorschläge finden Sie nachfolgend als Bild (Klicken zum Vergößern) oder hier als pdf.


Podiumsdiskussion zur Wahl am 21.9.21 um 19 Uhr

Die Wetterextreme der letzten Zeit machen die Auswirkungen der Klimakrise schon heute deutlich. Der jüngste Bericht des Uno-Weltklimarat und das wegweisende Urteil des Bundesverfassungsgerichts machen den Handlungsbedarf in der Klimaschutzpolitik für eine neue Bundesregierung deutlich.

Vor diesem Hintergrund veranstalteten wir eine Podiumsdiskussion zur Frage „Wann und wie wird Deutschland klimaneutral?“ mit Bundestagskandidat*innen aus unserem südbadischen Wahlkreis Lörrach-Müllheim. Mit dabei waren Moritz Kenk (Linke), Takis Mehmet Ali (SPD), Gerhard Zickenheiner (Grüne) und Dr. Christoph Hoffmann (FDP). Frau Diana Stöcker (CDU) musste leider krankheitsbedingt kurzfristig absagen.

Hier finden Sie die Berichterstattung der Badischen Zeitung.


Fragen zum geplanten „Bürgerhaus“ Staufen

Spätestens seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutzgesetz ist klar, dass Klimaschutz hier und heute passieren muss und nicht in die Zukunft verschoben werden kann. Als Projekt der nahen Zukunft is das für Staufen geplante Bürgerhaus aus unserer Sicht auch vor diesem Hintergrund zu betrachten.

Wir fragen uns daher: Kann die Stadt Ihren Pflichten zum Klimaschutz trotz des zu erwartenden jährlichen Defizits des Bürgerhauses weiterhin nachkommen? Wie wirken sich die Baukosten von ca. 17 Mio. € auf die Ausgaben zum Klimaschutz aus? Verzögern sich dadurch die beschlossenen Maßnahmen des 25-Punkte-Plans zum Klimaschutz? Gibt es Überlegungen bei der Stadt das Ziel der Klimaneutralität auch auf das Jahr 2045 vorzuziehen?

Finanzierung

  1. Wie werden die Investitionskosten aufgebracht? Ist es geplant, städtische Aktiva
    zu veräußern? Wenn ja, welche?
  2. Innerhalb wie vielen Jahren soll der Kredit getilgt werden?
  3. Wie schlagen sich die zu erwartenden jährlichen Kosten von 500.000 € in den
    Budgets der nächsten Jahre nieder?
  4. Wie werden die laufenden Kosten gedeckt? Ist es geplant, kommunale Steuern
    wie Gewerbe- und Grundsteuer zu erhöhen?

CO2 Fußabdruck des geplanten Bürgerhauses

  1. In welchem Energie-Effizienz-Standard soll gebaut werden?
  2. Wie viel CO2 wird durch den Bau freigesetzt (graue Energie)?
  3. Wie viel CO2 entsteht jährlich durch die direkte Nutzung? „(Heizung, Kühlung,
    Strom)“
  4. Wie viel CO2 entsteht jährlich durch An- und Abreise der Besucher und Künstler?
  5. Wird die CO2 Emission in geeigneter Art kompensiert?

Bürgerbeteiligung

  1. Aus welchen Personen setzt sich die Arbeitsgruppe Nutzungskonzept
    zusammen? Welche Interessengruppen sind vertreten?
  2. Wie werden die Bürger*innen künftig in die weiteren Planungen einbezogen?
  3. Wann wird öffentlich über die Schritte, die Überlegungen und Pläne berichtet, um
    einen breiten öffentlichen Diskurs in Gang zu bringen?

Nutzungskonzept

  1. Wird das „Bürgerhaus für ALLE“ beides vereinen: Einen repräsentativen Saal für
    größere Veranstaltungen wie auch Räume für kleine Gruppen:
    o Bürgerinitiativen / Interessengruppen / Zusammenschlüssen
    o Räume (tagsüber) für Sport-, Gymnastik-, Yoga-Gruppen o.ä.
    o Ist geplant, dass Räume von Bürgern für private Zwecke gemietet werden
    können (z.B. Feiern)?
  2. Wie wird die parallele Nutzung der verschiedenen Räume ermöglicht?
  3. Wie viele Veranstaltungen im großen Saal sind jährlich geplant?
  4. Bleibt es bei den zwei kleinen Räumen des Architektenentwurfs, die bei großen
    Veranstaltungen z.T. gebraucht werden? Wie oft sind diese vermutlich belegt?
  5. Besteht die Möglichkeit, Material im Bürgerhaus einzuschließen/ dort zu lagern?

ADFC-Fahrradklima-Test 2020: Ergebnisse für Staufen liegen vor

Im Herbst 2020 fand zum 9. Mal der ADFC-Fahrradklima-Test statt. Zwischen dem 01. September und dem 30. November 2020 konnten Radfahrende in Deutschland über das Fahrradklima ihrer Städte und Gemeinden abstimmen.
Auch Staufener Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich und gaben mit 75 Stimmen erstmals mehr als die für eine Stadt dieser Größe erforderliche Mindestanzahl von 50 ab. Anhand eines Fragebogens mit 32 Fragen konnte das Fahrradklima nach dem Bewertungsschema von Schulnoten bewertet werden. Staufen erhielt demnach die Gesamtnote 4,2 (Durchschnitt aller Städte derselben Größenklasse 3,8) und erreichte Rang 329 von 418.

Positiv bewertet wurde mit 2,8 die „Nutzung des Rads durch alt und jung“ und mit 3,2 die „Erreichbarkeit des Stadtzentrums“. Negativ dagegen wurden Fragen zum Themenbereich der Sicherheit bewertet. So wurde die „Führung an Baustellen“ mit 5,1, die „Falschparkerkontrolle auf Radwegen“ mit 4,8 und mit 4,7 das „Fahren im Mischverkehr mit KFZ“ eingeschätzt. Aber auch die Breite der Radwege sowie deren Oberflächenbeschaffenheit werden mit 4,4 recht schwach bewertet.

Nicht in die Umfrage miteinfließen konnten die aktuellen, sehr erfreulichen Bemühungen der Stadt um die Verbesserung der Situation für Radfahrende an der Grunerner und Wettelbrunner Straße, sowie die Planung der unmittelbaren Radwegeanbindung an Heitersheim entlang der L129. Dennoch zeigen die Ergebnisse der Umfrage, dass weitere Anstrengungen erforderlich sind, um das Radfahren inner – und außerorts sicherer und damit attraktiver zu machen.

Hier finden Sie das ausführliche Testergebnis


Mitmach-Aktion #besserRadfahren des SWR

Unter dem Stichwort #besserRadfahren hat der SWR eine Mitmach-Aktion gestartet, um der Frage nachzugehen, wie die Situation der Radfahrerinnen und Radfahrer im Südwesten verbessert werden kann.

Auf swr.de/radfahren konnten Sie bis zum 22. April konkrete Gefahrenstellen oder auch vorbildliche Verkehrsführungen auf einer Karte eintragen, auch mit Bild oder Video. Diese Beiträge werden vom SWR mit der Hochschule Karlsruhe und der TU Berlin wissenschaftlich ausgewertet. SWR-Reporter*innen kommen an die gefährlichsten Radler-Hotspots und fragen in Rathäusern, Behörden und Verkehrsministerien nach. Wo gibt es gute Konzepte für sicheres Radfahren? Was muss politisch getan werden?

Machen Sie mit! (Bild: SWR)

Globaler Klimastreik am Freitag 19.03.21

In Müllheim gab es um 14 Uhr eine Solidarkundgebung auf dem Markgräfler Platz (AGUS Markgräflerland).
Die geplante Fahrraddemo in Freiburg musste wegen Corona kurzfristig abgesagt werden (Fridays for Future Freiburg).


Podiumsdiskussion zur Landtagswahl am 5.3.21 um 19:00 Uhr

Auch während der Corona-Krise macht die Klima-Krise keine Pause: Das Jahr 2020 war das zweitwärmste Jahr in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und die CO2-Konzentration in der Luft steigt immer weiter. Anlässlich der bevorstehenden Landtagswahl luden wir zu einer Online-Podiumsdiskussion ein zum Thema „Klimaneutrales Baden-Württemberg – wann und wie?“.
Zu Gast waren die Kandidaten für den Wahlkreis 48 „Breisgau“ Dr. Birte Könnecke (SPD), Gerhard Zickenheiner (Grüne, der kurzfristig Reinhold Pix vertrat) und Dr. Martin Uhl (CDU, in Vertretung von Patrick Rapp) um darüber zu reden, wie sie sich im Landtag gegen die Erderwärmung und für die Verwirklichung der Klimaziele von Paris einsetzen wollen.

Vielen Dank an die Kandidaten und alle Teilnehmer für die interessante Diskussion!


ADFC-Fahrradklima-Test 2020

Zum 9. Mal führte der Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) den Fahrradklima-Test durch. Er ist eine der größten Befragungen zum Radfahrklima weltweit und gibt Politik und Verwaltung ein wichtiges Feedback aus Sicht der „Alltagsexperten“. Mit Hilfe eines Fragebogens können Radfahrerinnen und Radfahrer ihre Meinung über „Spaß oder Stress“ beim Fahrradfahren und im Straßenverkehr in Staufen zum Ausdruck bringen, indem verschiedene Aspekte des Radfahrens bewertet werden.

Die Testergebnisse ermöglichen eine Standortbestimmung zur Fahrradfreundlichkeit von Städten und Gemeinden. Identifizierte Stärken und Schwächen im Vergleich zu anderen Orten können für gezielte Maßnahmen und Programme genutzt werden. Für Kommunen haben sie sich als Orientierungshilfe bewährt.

Bis zum 30. November 2020 konnte der Fragebogen ausgefüllt werden. Dabei wurde für Staufen die Mindestteilnehmerzahl von 50 Teilnehmenden deutlich überschritten! Somit wird es eine eigene Auswertung für Staufen geben, deren Ergebnisse im Frühling 2021 erwartet werden.


Die Energiekarawane zieht durch Staufen!

Die Energiekarawane ist eine aufsuchende Energieberatungskampagne, d.h. Bürgerinnen müssen diese nicht abholen, sondern die Energieberatung kommt nach vorheriger Ankündigung und Ansprache durch die Stadt direkt zu den Hauseigentümerinnen. Diese erhalten eine kostenlose, neutrale und qualifizierte Beratung durch unabhängige Energieeffizienzexperten.
Die Karawane „zieht“ dabei von Quartier zu Quartier: In Staufen startet sie im Bereich südlich der Schladererstraße / Am Schießrain / Albert-Hugard-Straße, und zieht anschließend auch durch die anderen Teile von Staufen.
Nutzen Sie diese Chance und informieren Sie sich über energetischer Sanierungsmaßnahmen an Ihrem Haus!


Rückblick Energiewendetage „Vorfahrt fürs Fahrrad!“ am 19.9.20

Im Rahmen der „Nachhaltigkeits- und Energiewendetage 2020“ informierte die Intitiative Klimaschutz Staufen mit einer Ausstellung auf dem Schladerer Platz „unter den Platanen“ zum klimafreundlichen Stadtverkehr und zum Radwegekonzept und auch über die geplante Energiekarawane Staufen, den persönlichen CO2-Fussabdruck sowie zur Klimawette. Die Bürger*innen waren herzlich eingeladen mitzudiskutieren und den Weg der Stadt Staufen zur klimaneutralen Kommune mitzugehen!


Rückblick der Fahrrad-Demo am 25.7.20

Wow!

400 Radfahrer*innen haben ein starkes Zeichen gesetzt!

Als um kurz vor 11 Uhr immer mehr Radfahrer von allen Seiten zur Mobilitätsstation am Bahnhof strömten, war klar, dass der Wunsch nach besseren und sicheren Radwegen in und um Staufen sehr viele Menschen umtreibt. Nach einer kurzen Begrüßung startete der Fahrradkorso mit 400 Teilnehmern aller Altersstufen über die Krozinger Straße in Richtung des neuen Kreisels am Ortseingang. Einen ersten Zwischenhalt legten wir an der neuen Unterführung ein, als symbolischen Ort für die Vernachlässigung von Radfahrer-Interessen: Während der Bauphase wurden hier bestehende Wege gekappt, und nach Fertigstellung der Umfahrung bedeuten die neuen Wege für die meisten einen deutlichen Umweg.

Weiter ging es vorbei an einer Schlange geduldig wartender Autos über die Neumagenstraße, wo man sich normalerweise als Radfahrer auf Grund des hohen Verkehr kaum zu fahren traut. Über die immer breiter werdende Wettelbrunner Straße fuhren wir zum neuen Kreisel bei den Kleingärten, um erneut eine kurze Pause einzulegen. Dort konnte man sehen, dass ein kurzes Stück neuer Radweg angelegt wurde, dieser aber an den Kleingärten endet. Um auf den neu angelegten Schotterweg nach Grunern oder einem potenziellen Radweg nach Wettelbrunn/Heitersheim zu gelangen, müsste man sich ohne Querungshilfe über die Landstraße trauen, die Böschung hinunter und durch einen Graben hindurch fahren.

Die weitere Strecke führte uns über das schon fertig gestellte Teilstück der Umfahrung, welches die Polizei erfreulicherweise in beide Richtungen absperrte. Mit Belchenblick und für Radfahrer ungewohnt feinem Straßenbelag ging es zum Grunerner Kreisel. In Richtung Innenstadt ging es entlang der Grunerner Straße, wo im Alltag zahlreiche Radfahrer aus Respekt vor dem Autoverkehr den Gehweg mitbenutzen. Über die Anna-Brücke erreichten wir schließlich den Schladerer-Platz unter den Platanen. Zum Abschluss baten wir hier die Teilnehmer, ihre persönlichen Anliegen und Wünsche auf Kärtchen zu schreiben, die wir der Stadt übergeben haben.

Wir möchten uns bei den vielen Teilnehmern bedanken, wir sind überwältigt von der Resonanz! Vielen Dank auch an die Polizei für die großartige Begleitung! Und auch ein Danke den Autofahrern für Ihre Verständnis.

Anliegen der Demo-Teilnehmer*innen

Auf insgesamt 110 Karten hatten die Teilnehmer*innen der Fahrrad-Demo ihre persönlichen Anliegen und Wünsche festgehalten. Anfang August haben wir diese an die Stadtverwaltung und den Stadtrat geschickt.
Wir haben die Karten abgetippt und thematisch gegliedert. Herausgekommen ist eine acht Seiten lange Liste mit Wünschen, vor allem nach neuen, besseren und sicheren Radwegen in Staufen und Umgebung:

Video von der Fahrrad-Demo

Auf dem Youtube-Kanal des Bürgerverein Grunerns gibt es ein schönes Video von der Fahrraddemo:

Bilder von der Fahrrad-Demo

Hintergrund

In die jetzige Zeit, in der wegen des Sommerwetters und der Corona-Pandemie vermehrt Menschen das Fahrrad als Fortbewegungsmittel benutzen, fällt auch der sichtbare Baufortschritt der Umfahrung in Staufen. Vielen Fahrradfahrern (und auch Fußgängern) wird bewusst, dass sie sich nicht nur während der Bauarbeiten, sondern auch nach Fertigstellung an vielen Stellen umgewöhnen müssen: Die Wege nach Bad Krozingen und Grunern verlangen Umwege, ein Radweg entlang der Wettelbrunner Straße nach Wettelbrunn/Heitersheim scheint erstmal in weite Ferne zu rücken.

Auch innerhalb von Staufen werden seit längerem Forderungen nach einer sichereren und attraktiveren Fahrradinfrastruktur erhoben, wie z.B. beim im Sommer 2019 vom damaligen Arbeitskreis Klimaschutz veranstalteten Workshop mit Teilnehmern von Schulen, Vereinen und anderen Gruppierungen.
Auch im Mobilitätskonzept, das im Auftrag der Stadt 2014 erstellt wurde, sind viele Maßnahmen zur Verbesserung der Situation für Fahrradfahrer enthalten, so z.B. Rad-Schutzstreifen und Tempo 30 auf der Neumagen-, Wettelbrunner und Grunerner Straße.

Doch geschehen ist bislang wenig. Staufens Bürgermeister Michael Benitz sagt: „Wer ein wenig aufmerksam unterwegs ist, kommt schon jetzt sicher überall in Staufen mit dem Fahrrad hin.“ Gerade wer Klein- und Schulkinder hat, kennt jedoch die kritischen Gefahrenstellen auf dem Weg zum Kindergarten, zur Schule oder ins Städtle. Mit der Fahrrad-Demo wollen wir zeigen, dass sich viele Menschen in Staufen bessere und vor allem sicherere Wege für Radfahrer wünschen.