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Pressemitteilung des „Netzwerkes Wasser Südlicher Breisgau“ zur Vertagung der Wasserverbandsgründung

Staufen, Bad-Krozingen, Freiburg, 16. Mai 2024

Anreize für eine wassereffiziente Bewässerung setzen!

Am Donnerstag, 16. Mai 2024, ist die Gründung des Beregnungsverbandes auf einer Versammlung der Geländeeigentümer vom Landratsamt vertagt worden. Die im „Netzwerk Wasser Südlicher Breisgau“ zusammengeschlossen Umwelt- und Klimaschutzverbände begrüßen diese Entscheidung des Landratsamtes. In der kontrovers geführten Diskussion in der Quellenhalle in Schlatt war deutlich geworden, dass noch zu viele offene Fragen und Unsicherheiten bei Verpächtern und Landwirten einer Verbandsgründung im Wege gestanden sind. Das Netzwerk Wasser ruft dazu auf, die jetzt gewonnen Zeit zu nutzen, um über Anreize für eine sparsame Bewässerung nachzudenken. Nach Ansicht des Netzwerkes sollten möglichst alle Kosten auf den Kubikmeter Bewässerungswasser umgelegt werden. Denn je teurer der Liter Bewässerungswasser wird, desto mehr Anreize werden sich für eine Bewässerung auf höchstem Effizienzniveau ergeben. Umgekehrt würde ein hoher Bereitstellungspreis bzw. eine hohe Grundgebühr alle Wassersparabsichten konterkarieren.

Hintergrund

Am Donnerstagabend hätte in Schlatt der größte Beregnungsverband Baden-Württemberg aus der Taufe gehoben werden sollen. Das geplante Verbandsgebiet gehört etwa 800 Verpächtern und Landwirten. Davon waren „leibhaftig“ etwas über 200 Personen („Verfahrensbeteiligte“) in der Quellenhalle anwesend. Die 200 TeilnehmerInnen repräsentierten über 90.000 Stimmen – denn jeder Ar Flächeneigentum wurde mit einer Stimme aufgewogen. Zunächst aber hatte sich die Prüfung der Stimmberechtigung und der Beschlussfähigkeit angesichts vieler Vollmachten über eine Stunde hingezogen. Die Versammlung konnte somit erst mit großer Verspätung gegen 18:30 starten. Strittig war, ob bei der Abstimmung über den Verband die Stimmengewichtung nach Kopf oder nach Fläche erfolgen sollte. Eine laufende Abstimmung darüber wurde von der Versammlungsleitung abgebrochen, weil die rechtlichen Bestimmungen im Wasserverbandsgesetz „äußert komplex“ wären. Zudem würde es zur Auslegung der Paragraphen im Wasserverbandsgesetz sehr unterschiedliche Meinungen geben. Am Ende einer turbulenten Debatte über den Abstimmungsmodus hatten die Versammlungsleitung, der Erste Landesbeamte Dr. Martin Barth und die Umweltjuristin Ama Klein, das Abstimmungsprozedere völlig storniert. Nicht nur die unklare Rechtslage, sondern auch die mit Händen greifbare Unsicherheit über die Folgen einer übereilten Verbandsgründung für die Agrarstruktur im südlichen Breisgau hätte Risiken provozieren können, die letztlich auch dem Landratsamt als zu gewagt erschienen. Die Versammlungsleitung hatte sodann die Diskussion um die erhofften Vorteile und die befürchteten Nachteile des Beregnungsverbandes freigegeben. In der Debatte war man sich trotz aller Unterschiede einig, dass angesichts der eskalierenden Klimakrise ein Bewässerungsverband vonnöten wäre. Zur Verfasstheit und zur Aufstellung des Verbandes gab es allerdings weiterhin sehr unterschiedliche Auffassungen. Einigkeit bestand auch darüber, dass die Bereitstellung von Bewässerungswasser nur ein Baustein bei der Anpassung an den Klimawandel sein könne. Essenziell sei es, darüber hinaus auch per Humuspflege und der Anpflanzung von Hecken die Erosion zu reduzieren und die Wasserspeicherfähigkeit in den Ackerböden zu steigern. Unterschiedliche Auffassungen wurden hinsichtlich der Kosten artikuliert, die in Folge des Beregnungsverbandes auf Verpächter und Landwirte zukommen könnten.

Alle Wortmeldungen sollen jetzt zusammen mit den schriftlich eingegangenen Einwendungen im Landratsamt ausgewertet und gewichtet werden. Dann soll „zeitnah“ ein neuer Anlauf für eine Verbandsgründung unternommen werden.

Weitere Auskunft: regioWASSER e.V. stellvertretend für das Netzwerk der Umwelt- und Klimaschutzgruppen in Staufen und in Bad Krozingen sowie des NABU Südbaden.


Interkommunaler Wasser-Dialog“ am 11.05.24

Als „Netzwerk Wasser Südlicher Breisgau“, hinter dem der Verein regioWASSER e.V., der Arbeitskreis Klimaschutz Bad Krozingen, der NABU Südbaden und unsere Initiative Klimaschutz Staufen stehen, veranstalteten wir am Samstag, 11.05.24 einen interkommunalen Wasser-Dialog. Dabei ging es um die Zukunft unserer Landwirtschaft und unseres Wassers in Staufen, Bad Krozingen, Heitersheim, Eschbach und Hartheim anlässlich der bevorstehenden Gründung der Verbände für Wasserbeschaffung & Beregnung (siehe Einladung).

Auf der Veranstaltung ist erneut ein breites Unbehagen an der Art und Weise der Verbandsgründung bei vielen Menschen zum Ausdruck gekommen. Bei der Veranstaltung in der Festhalle in Tunsel mit etwa 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist ferner eine große Angst um den Bestand der kleinen Bauernbetriebe artikuliert worden. Das Wasser-Netzwerk schlägt deshalb vor, dass der geplante Beregnungsverband von Maßnahmen flankiert werden sollte, die den kleinen Landwirtschaftsbetrieben trotz der überproportional hohen Kostenbelastung in Folge der „Zwangsmitgliedschaft“ im Verband das wirtschaftliche Überleben sichern.

Flexibel agierende Kleinbetriebe sind prädestiniert, sich mit einem Wechsel in der Anbauvielfalt auf den Klimawandel einzustellen. Das Wasser-Netzwerk schlägt deshalb vor, dass diese Anpassungmaßnahmen gezielt gefördert werden. Nur in Sonntagsreden den Erhalt der bäuerlichen Familienbetriebe zu propagieren, sei nicht ausreichend!

Der in der Wasserdialog-Veranstaltung zu Tage getretene Widerstand gegen die Verbandsgründung lässt befürchten, dass der Verband in langwierige Rechtsstreitigkeiten verwickelt werden könnte. Das Wasser-Netzwerk empfiehlt deshalb den maßgeblichen Initiatoren des Verbandes, den beteiligten Kommunen und dem Landratsamt weitere akzeptanzfördernde Maßnahmen. Dazu gehört die Gewährleistung von mehr Transparenz und inbesondere eine demokratischere Stimmengewichtung. Die Stimmenverhältnisse dürfen sich nicht nach der Größe der bewässerungswürdigen Fläche richten – schließlich ist im Grundgesetz mit seinem Gleichheitsgrundsatz auch nicht festgelegt worden, dass für die Stimmengewichtung bei den Wahlen die Größe des Geldbeutels maßgeblich ist.

Die Veranstalter des „Wasserdialogs“ sind dankbar dafür, dass sich die Verfechter der Verbandsgründung am Samstag der Diskussion gestellt haben! Zugleich bedauern wir, dass die Verwaltung durch Abwesenheit geglänzt hat. Im Hinblick auf die verbreitete Unsicherheit bei vielen Akteuren wäre es eigentlich die Aufgabe der Verwaltung gewesen, zur Klärung der offenen Fragen bereits frühzeitig einen „Wasserdialog“ durchzuführen.


Vortragsabend „Kommunale Wärmeplanung und individuelle Heizungssanierung“ am 05.10.23 im Stubenhaus

Gemeinsam mit dem Arbeitskreis Klimaschutz Staufen (AKK) und der Klimaschutzinitiative Grunern (KIG) veranstalteten wir einen Informations- und Gesprächsabend mit dem Thema „Wie sollen wir in Zukunft heizen?“.

Termin: Donnerstag 05.10.2023 um 19 Uhr
Ort: Stubenhaus Staufen (Peter-Huchel-Saal 2. OG)
Eintritt frei

Das novellierte GebäudeEnergieGesetz GEG („Heizungsgesetz“) hat schon während des Gesetzgebungsverfahrens viele Haus- und Wohnungseigentümer tief verunsichert.

Wozu dient die kommunale Wärmeplanung, die in Staufen bereits vor einem Jahr vorausschauend auf den Weg gebracht wurde? Wann ist mit Ergebnissen zu rechnen und wie werden diese den Haus- und Wohnungseigentümern bei Renovierungsentscheidungen helfen?
Zu diesen Fragen informierte M.Sc. Max Elias von den Stadtwerken MüllheimStaufen, der an der kommunalen Wärmeplanung für Staufen unmittelbar beteiligt ist. Er gab einen Überblick über den derzeitigen Bearbeitungsstand.

Welche Konsequenzen das neue GEG für jeden einzelnen Haus- und Wohnungseigentümer hat, darüber informierte im Anschluss Dipl.-Ing. Michael Sellner (Freier Architekt + Gebäudeenergieberater):
Womit können wir in Zukunft heizen?
Was tun, wenn absehbar keine Nahwärmeversorgung in Aussicht steht?
Wo und in welchem Umfang ist verbesserter Wärmeschutz angebracht?
Welche Heizungsformen sind neben der Wärmepumpe noch möglich?
Und was wird alles gefördert?


Energiewendetage: Infostand „Vorfahrt für’s Fahrrad!“ am 23.09.23

Klimakrise, Energiekrise und der russische Angriffskrieg auf die Ukraine führen uns deutlich vor Augen, wie wichtig es ist, schnell von fossilen Energieträgern wegzukommen. Erneuerbare ausbauen, Energie sparen und effizient einsetzen sowie eine bezahlbare, saubere und unabhängige Energieversorgung sicherstellen, ist das Gebot der Stunde zum Schutze unseres Klimas.

Baden-Württemberg will bis 2040 klimaneutral sein. So dreht sich bei den Energiewendetagen, die traditionell im September in ganz Baden-Württemberg stattfinden, alles rund um die Themen Klima und Energie. Frei nach dem Motto: „Gemeinsam anpacken. Klimaneutral 2040“.

Aus diesem Anlass veranstalteten wir am 23.09.23 von 9 bis 13 Uhr einem Infostand am Kronenbrunnen zu folgenden Themen:

Zum einen informierten wir über das IKS-Radwegekonzept für Staufen und die Notwendigkeiten für die aktuelle Überarbeitung des Mobilitätskonzeptes Staufen, wozu viele interessante Gespräche entstanden sind.

Zum anderen informieren wir gemeinsam mit dem Verein MobiGeist (Mobilgemeinschaft Staufen e.V.) über das Vorhaben, E-Lastenräder auch in Staufen kostenlos ausleihen zu können, z.B. für den umweltfreundlichen Transport von Einkäufen oder zum Transport von kleinen Kindern (siehe Freie E-Lastenräder für Bad Krozingen). Hier gab es großen Interesse sowie zahlreiche Probefahrten mit dem E-Lastenrad aus Bad Krozingen.

Ebenfalls großes Interesse erzeugte unser ausleihbares Balkon-Photovoltaikmodul: Wir konnten viele Fragen zum Thema Balkon-Solar und auch zu Dachanlagen beantworten.


Vortrag „Finanzierung + Fördermittel – Gebäude richtig sanieren!“ am 03.05.2023

Als logische Folge zu den beiden Vortragsabenden „Heizen mit Holz“ am 8.2.23 sowie „Dämmen ohne Schimmel“ am 29.3.2023 boten wir zusammen mit dem Bürgerverein Grunern eine Veranstaltung zu Kosten, Finanzierungsmöglichkeiten und Fördermitteln rund um die Gebäudesanierung an.

Bei einem Vortragsabend am Mittwoch, 3.5.2023 um 19:00 Uhr im Bürgerhaus Grunern zeigte der Staufener Architekt und zertifizierte Energieberater Michael Sellner wie mit dem richtigen Vorgehen eine energetische Gebäudesanierung bezahlbar wird.

Er berichtete, wie schon die Gebäude-Energieberatung gefördert werden kann, mit welchen Planungsschritten man die Kosten „in den Griff bekommt“ und worauf es bei der Handwerkerauswahl ankommt. Und er zeigte, mit welchen Anträgen man bei BAFA und KFW Fördersätze von 15% und sogar bis zu 60% der Sanierungskosten erhält. Hier gibt es nicht nur Unterstützung für „Komplettsanierungen“ zum Effizienzhaus, sondern auch schon Geld wenn z.B. nur eine neue Haustüre oder die Kellerfenster erneuert werden sollen, und noch bessere Konditionen beim Einbau einer neuen Heizung oder sonstiger energiesparender Haustechnik.


Bürgerbeteiligung Radwegenetz

Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald möchte fahrradfreundlicher werden und mehr Menschen im Alltag aufs Rad bringen. Bei der Planung des Radwegenetzes findet nun eine Bürgerbeteiligung statt, bei dem man Problem- oder Gefahrenstellen benennen und eigener Verbindungswünsche einbringen kann. Neben eigenen Einträgen kann man auch die Meldungen anderer bestätigen. Hier konnte man sich bis zum 2. April 2023 beteiligen.


Vortrag „Dämmen ohne Schimmel – Gebäude richtig sanieren!“ am 29.03.2023

Das große Interesse beim Vortragsabend „Heizen mit Holz“ hatte uns zusammen mit dem Bürgerverein Grunern zu einer fachlich passenden Ergänzung veranlasst. Beim Vortrag am Mittwoch, 29.03.2023 um 19:00 Uhr im Bürgerhaus Grunern ging es um die logische Voraussetzung zum energiesparenden Heizen: das richtige Dämmen der Gebäudehülle und um den ausreichenden Luftwechsel zur Schimmelvermeidung. Der Staufener Architekt und zertifizierte Energieberater Michael Sellner ist in seiner Präsentation auf die Grundlagen der Wohnbehaglichkeit eingegangen, er hat die erreichbaren Verbesserungen bei winterlicher Wärmedämmung und sommerlichem Hitzeschutz dargestellt und auf vermeidbare Fehler beim Feuchteschutz und Mindest-Luftwechsel hingewiesen.

Ergänzt wurde die Theorie durch eine kleine Austellung mit Dämmstoff-Handmustern des Staufener Fachbetriebes und Dämmstoffhändlers ZBÖ-Dämmtechnik. Ausserdem hat die Initiative zur Gründung einer Klimaschutzgenossenschaft Grunern ihre Pläne zum gemeinsamen Erreichen einer klimaschonenden Nahwärme- und Stormversorgung im Ortsteil vorgestellt und über den Rücklauf ihrer Fragebogenaktion informiert.


„klimafit“-Kurs an der vhs Südlicher Breisgau (Bad Krozingen)

Auch in diesem Jahr findet wieder ein klimafit Kurs an der vhs Südlicher Breisgau statt, den wir Ihnen ans Herz legen möchten. Ein aus unserer Sicht sehr empfehlenswerter Kurs mit umfassenden Grundlagen zum besseren Verständnis aller Klimafragen. Am 29. März beginnt an der vhs Bad Krozingen der Kurs klimafit: Klimawandel vor meiner Haustüre! Was kann ich tun?

Das bedeutet: Sechs Abende gefüllt mit Klima-Wissen, neuen Handlungsmöglichkeiten sowie Kontakt zu Expert:innen, Mitstreiter:innen und Ansprechpartner:innen der Kommune. Hinter dem Projekt stehen der WWF Deutschland, der Helmholtz-Forschungsverbund REKLIM (Regionale Klimaänderungen und Mensch) und die Universität Hamburg. Eingeladen ist die gesamte Bürgerschaft, die ihre Kenntnisse zum Klimawandel vertiefen möchte. Sie alle soll der Kurs fit machen, um ihre Region gemeinsam auf die möglichen Auswirkungen des Klimawandels vorzubereiten und den Klimaschutz gezielt unterstützen zu können. Für die Teilnahme am Kurs werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt.

Weitere Informationen und alle Kursorte finden Sie auf der klimafit Webseite: www.klimafit-kurs.de


Vortagsabend „Heizen mit Holz“ am 08.02.2023

Zusammen mit dem Bürgerverein Grunern e.V. veranstalteten wir einen Vortragsabend zum Thema
Heizen mit Holz: Klimaschutz oder Gesundheitsgefährdung?
am Mittwoch, 08.02.2023 in Grunern.

Ausgelöst durch eine Erklärung des Bundesumweltamtes häufen sich seit Anfang 2022 Medienbeiträge über die Schädlichkeit von Holzheizungen. Erdgas ist mit Beginn des Ukraine-Krieges zur Waffe geworden. Trotzdem haben solche Berichte eher zugenommen: Das Heizen mit Holz soll keineswegs klimaneutral sein, sondern schadet – im Gegenteil! – der Gesundheit. Für viele von uns, die in einer waldreichen Landschaft aufgewachsen sind und für die seit ihrer Kindheit das Heizen mit Holz eine Selbstverständlichkeit ist, löst das Widerspruch aus: Wieso soll das Herdfeuer, die Pellet- oder Stückholzheizung plötzlich schädlich sein? Und andererseits: Haben wir nicht besonders gefährdeten Personengruppen gegenüber – etwa Asthmatikern – eine besondere Verantwortung? Ist Heizen mit fossilen Brennstoffen nicht doch billiger und gesundheitsgerechter? Die Veranstaltung lieferte Fakten.

Den Abend gestalteten zwei Fachleute aus dem Bereich der forstlichen Holzgewinnung bzw. aus der energetischen Nutzung von Holz. Herr Forstamtsleiter Mathow, Staufen, sprach über die Rolle der Holz-/Pelletverbrennung in Bezug auf den globalen Klimawandel. Von den physikalischen und biochemischen Grundlagen ausgehend und vom Standpunkt der Staufener/südbadischen Forstwirtschaft aus gesehen präsentierte er Daten zur Holzproduktion, Nutzung durch Handwerk und Industrie sowie Brennholzgewinnung.
Herr Schornsteinfegermeister Raidt, Bad Krozingen, schloss mit Tatsachen und Erfahrungen zu Holz- und Pelletverbrennung an. Zur Sprache kamen Grenzwerte, Anteile der Holzverbrennung an der Feinstaub-Gesamtbelastung, Trends und Entwicklungen sowie Tipps zum „richtigen“ Heizen im Kontext der Diskussion um gesundheitsgefährdende Feinstaubbelastung.
Die Gelegenheit zu Fragen und zur Diskussion wurde während der Vorträge und im Anschluss rege genutzt. Vielen Dank an die zwei Referenten an die zahlreichen Gäste!


Energiewendetage am 23. & 24.09.22

Die Energiewendetage Baden-Württemberg stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Für unsere Energie – sauber, nachhaltig, zukunftssicher“. In diesem Rahmen laden wir gemeinsam mit dem städtischen Arbeitskreis Klimaschutz zu zwei Veranstaltungen ein:

Vortrag „Balkon-PV-Anlagen – selbst gebaut“ am Freitag

Am Freitag, 23.9. wird Nicolai Prinz vom Verein Balkonsolar e.V. in einem Vortrag über die Möglichkeiten und Grenzen kleiner PV-Anlagen, die z.B. am Balkongeländer angebracht werden können, und über mögliche Selbsthilfe berichten. Die sogenannten „Balkon-PV-Anlagen“ ermöglichen es auch Mietern, einen Teil ihres Stromverbrauches durch ein oder zwei Photovoltaik-Module umweltfreundlich selbst zu erzeugen. Der Vortrag findet am Freitag, 23.9.2022, um 19.00 Uhr im Stubenhaus Staufen statt. Der Eintritt ist frei.

Info-Stand am Kronenbrunnen am Samstag

Am Samstag, 24.9. informieren wir mit einem Stand am Kronenbrunnen von 9.00 bis 12:30 Uhr nicht nur über Stromerzeugung mittels Photovoltaik, sondern auch über Themen wie energetische Gebäudesanierungen, umweltfreundliche Mobilität, den Staufener Klimaschutzpreis und den ökologische Fußabdruck. Sach- und Fachkundige stehen für Ihre Fragen und Diskussionen am Stand zur Verfügung.


Baubeschluss zum geplanten Faustforum Staufen

Am 27.07.22 hat der Gemeinderat Staufen mit knapper Mehrheit den Bau des Faustforums (Bürgerhaus mit Mediathek) beschlossen. Angesichts der Folgekosten von jährlich 635.000 € befürchten wir, dass diese Gelder zukünftig für wichtige Aufgaben in anderen Bereichen wie dem Klimaschutz fehlen werden. Daher unterstützen wir die Bürgerhaus-Initiative in Ihrem Anliegen, den Baubeschluss in einen Bürgerentscheid aufzuheben, um eine alternative Planung für ein kostengünstigeres Bürgerhaus zu ermöglichen.


Klimaschutz-Aktionstag am Faustgymnasium (19.05.22)

Am 19.05. fand am Faustgymnasium Staufen ein Klimaschutz-Aktionstag statt. Neben anderen „externen“ Organisationen waren wir eingeladen, daran teilzunehmen und uns einzubringen. An unserem Stand konnte man sich auf einem Heimtrainer mit der Leistung eines Solarmoduls messen: Nur wenige schafften die gut 220 Watt, die das Modul dauerhaft in der prallen Sonne lieferte. Außerdem hatten wir ein Klima-Quiz vorbereitet, bei dem man Blumen- oder Kresse-Samen gewinnen konnte.


150 Teilnehmer*innen am Klimastreik in Staufen!

Vielen Dank an alle Teilnehmer*innen an der Fahrraddemo am 25.3. in Staufen. Zusammen haben wir ein deutliches Zeichen für Klimaschutz und gegen den Krieg gesetzt!

Hier ein paar Eindrücke…

… und ein kurzer Auszug aus Axel Mayers Rede:

Lebe umweltfreundlich, wird Dir gesagt und habe dauerhaft ein schlechtes Gewissen, weil Du das gute ökologische Leben sowieso nicht schaffst.
Beschäftige Dich mit Dir selber, denn Du alleine bist für alle Probleme verantwortlich, wird Dir gesagt.
Du sollst Schuldgefühle haben und keine Zeit Dich mit den Ursachen von Klimawandel und Artenausrottung zu beschäftigen oder etwa gar zerstörerische Strukturen zu verändern.


Globaler Klimastreik Freitag 25. März 2022 auch in Staufen!

Der aktuelle IPCC Bericht hat gerade erst wieder deutlich gemacht, welche dramatischen Auswirkungen die Klimakrise auf Ökosysteme, die biologische Vielfalt, Menschen und Gesellschaften bereits hat. Die Klimakrise wird weltweit weitere Konflikte anheizen und Menschen so ihre Lebensgrundlagen rauben – auch deswegen ist das 1,5-Grad-Limit lebenswichtig und nicht verhandelbar. Dennoch passiert politisch immer noch zu wenig. Nach gut 100 Tagen Ampelkoalition gehen wir deshalb gemeinsam mit Fridays for Future auf die Straße und sagen der Politik #ReichtHaltNicht!

Wir solidarisieren uns auch mit den Menschen in der Ukraine, die unter Putins völkerrechtswidrigen Angriffskrieg leiden. Fassungslos blicken wir auf das Leid der Menschen vor Ort und derer, die nun auf der Flucht sind. Dieser Krieg muss beendet werden – sofort. Er zeigt uns aber auch unmissverständlich, dass die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern schnellstmöglich gestoppt werden muss. Für das Klima und für die Unabhängigkeit von Autokraten. Die Energie-, Verkehrs- und Wärmewende muss von der Politik nun mit allen Mitteln vorangetrieben werden.

In Staufen treffen wir uns um 16 Uhr am Schladerer-Platz (unter den Platanen) zu einer Fahrraddemo.
Lasst uns ein Zeichen setzen für Frieden und Klimaschutz!


Vortrag „Klimaschutz für jeden Tag“ am Di. 15.3.22 um 19 Uhr

Wir haben uns im Rahmen des Online-Vortrages “Klimaschutz für jeden Tag – sofort, einfach, wirkungsvoll” angeschaut, wo die größten Stellschrauben für klimafreundlichen Konsum liegen. Was kann schnell und einfach umgesetzt werden, welche Maßnahmen bringen wirklich etwas? Wir stellten uns gemeinsam die Frage, wie die ersten Schritte auf dem Weg zu mehr Klimaschutz gelingen können? Denn fast täglich treffen wir zahlreiche Konsumentscheidungen. Diese reichen vom Einkauf im Supermarkt, über die Bestellung von Büromaterial bis zur Wahl des Stromanbieters oder der Geldanlage. Allen diesen Entscheidungen ist gemein, dass sie eine Auswirkung auf unseren CO₂-Fußabdruck haben.

Hier können Sie sich die Folien zum Vortrag ansehen:

Der Online-Vortrag war eine gemeinsame Veranstaltung mit dem städtischen Arbeitskreis Klimaschutz Staufen, der BUND Gruppe Staufen/Sulzburg und dem Bürgerverein Grunern und dem fesa e.V..


Kostenlose Webinare zum Thema Photovoltaik

Im Rahmen seiner Klimaschutzoffensive kooperiert der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald mit der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Diese bietet eine Reihe kostenloser Webinare zum Thema Photovoltaik an. Zur Anmeldung klicken Sie bitte auf den Link des jeweiliges Webinars:

22.3.2022 18 Uhr – Dachbegrünung: Photovoltaik und Gründach als Kombination
4.4.2022 18 Uhr – Fragestunde Solar
5.4.2022 18 Uhr – Sonne tanken – Mit Sonnenstrom sauber Auto fahren
3.5.2022 18 Uhr – Sonne tanken – Mit Sonnenstrom sauber Auto fahren
16.05.2022 18 Uhr – So erhöhen Sie den Eigenstromanteil Ihrer PV-Anlage
20.06..2022 18 Uhr – So erhöhen Sie den Eigenstromanteil Ihrer PV-Anlage
06.07.2022 18 Uhr – So erhöhen Sie den Eigenstromanteil Ihrer PV-Anlage

Auf der Website des Landratsamtes finden Sie weitere interessesante Informationen zum Thema Photovoltaik wie kompakte „Faktenblätter“ zu den wichtigsten Fragen, den Link zum Solarkataster BW und eine Liste von Photovoltaik-Betrieben in der Region.


Stellungnahme zur Energiekarawane in Staufen

Am 26. Januar war die „Auswertung“ der ersten Energiekarawane in Staufen Thema im Gemeinderat (Link). Es wurde festgehalten, „dass das Gremium von dem überschaubaren Erfolg der Energiekarawane enttäuscht ist“. Ein Ratsmitglied sprach von einem „Rohrkrepierer“, ein anderes wünschte sich für eine zukünftige Beratungskampagne „bessere“ Energieberater. Entsprechend fiel die Berichterstattung der Badischen Zeitung (Link) aus.

Wir sind überrascht über die Unzufriedenheit der Stadt mit der Energiekarawane und können die Darstellung als Misserfolg nicht nachvollziehen. Wer die Energiekarawane als Akquise-Instrument für eine (fossil betriebene) Nahwärmeversorgung zweckentfremden wollte, ja, für den mag sie enttäuschend verlaufen sein. Die eingesetzten Energieberater haben gemäß den Vorgaben der Deutschen Energie-Agentur neutral und vertriebsunabhängig zu beraten und dürfen sich nicht als Verkäufer einspannen lassen. Dass man nun öffentlich und auf nicht-sachliche Weise pauschale „Zweifel an der Qualität“ dieser zertifizierten Experten äußert, macht uns sprachlos.

Andere Versäumnisse wurden hingegen nicht thematisiert: So wurden die Berater von der Stadt mit schlecht aufbereiteten Datensätzen voller Dopplungen und vielfach ohne Kontaktdaten versorgt. Da deshalb nur ein Bruchteil der Eigentümer kontaktiert werden konnte, relativiert sich die Anzahl der zustande gekommenen Beratungen. Anders als in anderen Kommunen gab es weder eine Abschlussrunde mit den Beratern, noch wurde Feedback von den beratenen Eigentümern eingeholt – beides hätte sicher bei einer Beurteilung des Erfolges geholfen.

Man hätte auch durchaus ein positives Fazit ziehen können: Immerhin wurden 71 Energieberatungen durchgeführt, die ohne die Energiekarawane wahrscheinlich nicht zustande gekommen wären. Einige Eigentümer haben schon Sanierungsmaßnahmen in die Wege geleitet, bei manchen „gärt“ es noch und wieder andere werden sich bei der nächsten Renovierung an die Beratung erinnern und dann hoffentlich auch gleich energetische Aspekte berücksichtigen. So wurde wahrscheinlich mehr für den Klimaschutz erreicht als mit manch anderer Maßnahme…


Jahresrückblick 2021

Angefangen und aufgehört mit Online-Treffen, hat auch die Pandemie unsere Arbeit in 2021 mitbestimmt. Trotzdem konnten wir uns im Sommer nicht nur wieder persönlich treffen, sondern auch Veranstaltungen durchführen. Hier ein kurzer Rückblick auf die Themen, die uns 2021 beschäftigt haben:

  • Bürgerbus: Wir haben uns Gedanken gemacht, ob und wie ein Bürgerbus in Staufen funktionierten kann, insbesondere um individuelle Autofahrten zu verringern. Dazu hatten wir Kontakt mit anderen Bürgerbusvereinen und u.a. eine Vertreterin der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) zu Gast. Bei Ausstattern entsprechender Elektrofahrzeuge haben wir angefragt und vielversprechende Finanzierungsrechnungen aufgestellt. Das Thema haben wir auch mit den städtischen Arbeitskreisen „AK Klimaschutz“ und „AK Demografischer Wandel“ diskutiert.
  • Austausch mit den Klimaschutzmanagern von Staufen (Hr. Schalk) und Bad Krozingen (Hr. Herzog)
  • Digitale Podiumsdiskussion zur Landtagswahl im März mit den Wahlkreiskanditat*innen
  • Auswertung ADFC Fahrradklimatest 2020
  • Bearbeitung des Thema Bürgerhauses
  • Teilnahme an SWR-Aufruf zu Verbesserungsvorschlägen bzgl. Radverkehr
  • Vernetzungstreffen der Klimaschutz-Gruppen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
  • Energiewendetage mit Stand im Städtle
  • Teilnahme an Klimastreiks (z.B. Fridays-for-Future) in Freiburg, Müllheim und Bad Krozingen
  • Erarbeitung von Vorschlägen für Klimaschutz-Maßnahmen in Staufen
  • Veranstaltungs-Planung für das Jahr 2022 mit Festlegung von Themenschwerpunkte

Vorschläge für Klimaschutz-Maßnahmen in Staufen

In der Sitzung des Gemeinderats am 27.10.21 stand das Thema „Klimaschutzoffensive“ auf der Tagesordnung (siehe hier). Dabei wurden Maßnahmen-Vorschläge für 2022 zu den Themen Klimaschutz und Klimaanpassung diskutiert und beschlossen.

Wir als IKS begrüßen es, dass konkrete Klimaschutz-Projekte geplant und angepackt werden sollen. Ergänzend zur Beschlussvorlage haben wir weitere, aus unserer Sicht wichtige Ideen und Projekte zusammengestellt, die Staufen auf dem Weg zur Klimaneutralität voranbringen können.

Unsere Vorschläge finden Sie nachfolgend als Bild (Klicken zum Vergößern) oder hier als pdf.


Podiumsdiskussion zur Wahl am 21.9.21 um 19 Uhr

Die Wetterextreme der letzten Zeit machen die Auswirkungen der Klimakrise schon heute deutlich. Der jüngste Bericht des Uno-Weltklimarat und das wegweisende Urteil des Bundesverfassungsgerichts machen den Handlungsbedarf in der Klimaschutzpolitik für eine neue Bundesregierung deutlich.

Vor diesem Hintergrund veranstalteten wir eine Podiumsdiskussion zur Frage „Wann und wie wird Deutschland klimaneutral?“ mit Bundestagskandidat*innen aus unserem südbadischen Wahlkreis Lörrach-Müllheim. Mit dabei waren Moritz Kenk (Linke), Takis Mehmet Ali (SPD), Gerhard Zickenheiner (Grüne) und Dr. Christoph Hoffmann (FDP). Frau Diana Stöcker (CDU) musste leider krankheitsbedingt kurzfristig absagen.

Hier finden Sie die Berichterstattung der Badischen Zeitung.


Fragen zum geplanten „Bürgerhaus“ Staufen

Spätestens seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutzgesetz ist klar, dass Klimaschutz hier und heute passieren muss und nicht in die Zukunft verschoben werden kann. Als Projekt der nahen Zukunft is das für Staufen geplante Bürgerhaus aus unserer Sicht auch vor diesem Hintergrund zu betrachten.

Wir fragen uns daher: Kann die Stadt Ihren Pflichten zum Klimaschutz trotz des zu erwartenden jährlichen Defizits des Bürgerhauses weiterhin nachkommen? Wie wirken sich die Baukosten von ca. 17 Mio. € auf die Ausgaben zum Klimaschutz aus? Verzögern sich dadurch die beschlossenen Maßnahmen des 25-Punkte-Plans zum Klimaschutz? Gibt es Überlegungen bei der Stadt das Ziel der Klimaneutralität auch auf das Jahr 2045 vorzuziehen?

Finanzierung

  1. Wie werden die Investitionskosten aufgebracht? Ist es geplant, städtische Aktiva
    zu veräußern? Wenn ja, welche?
  2. Innerhalb wie vielen Jahren soll der Kredit getilgt werden?
  3. Wie schlagen sich die zu erwartenden jährlichen Kosten von 500.000 € in den
    Budgets der nächsten Jahre nieder?
  4. Wie werden die laufenden Kosten gedeckt? Ist es geplant, kommunale Steuern
    wie Gewerbe- und Grundsteuer zu erhöhen?

CO2 Fußabdruck des geplanten Bürgerhauses

  1. In welchem Energie-Effizienz-Standard soll gebaut werden?
  2. Wie viel CO2 wird durch den Bau freigesetzt (graue Energie)?
  3. Wie viel CO2 entsteht jährlich durch die direkte Nutzung? „(Heizung, Kühlung,
    Strom)“
  4. Wie viel CO2 entsteht jährlich durch An- und Abreise der Besucher und Künstler?
  5. Wird die CO2 Emission in geeigneter Art kompensiert?

Bürgerbeteiligung

  1. Aus welchen Personen setzt sich die Arbeitsgruppe Nutzungskonzept
    zusammen? Welche Interessengruppen sind vertreten?
  2. Wie werden die Bürger*innen künftig in die weiteren Planungen einbezogen?
  3. Wann wird öffentlich über die Schritte, die Überlegungen und Pläne berichtet, um
    einen breiten öffentlichen Diskurs in Gang zu bringen?

Nutzungskonzept

  1. Wird das „Bürgerhaus für ALLE“ beides vereinen: Einen repräsentativen Saal für
    größere Veranstaltungen wie auch Räume für kleine Gruppen:
    o Bürgerinitiativen / Interessengruppen / Zusammenschlüssen
    o Räume (tagsüber) für Sport-, Gymnastik-, Yoga-Gruppen o.ä.
    o Ist geplant, dass Räume von Bürgern für private Zwecke gemietet werden
    können (z.B. Feiern)?
  2. Wie wird die parallele Nutzung der verschiedenen Räume ermöglicht?
  3. Wie viele Veranstaltungen im großen Saal sind jährlich geplant?
  4. Bleibt es bei den zwei kleinen Räumen des Architektenentwurfs, die bei großen
    Veranstaltungen z.T. gebraucht werden? Wie oft sind diese vermutlich belegt?
  5. Besteht die Möglichkeit, Material im Bürgerhaus einzuschließen/ dort zu lagern?

ADFC-Fahrradklima-Test 2020: Ergebnisse für Staufen liegen vor

Im Herbst 2020 fand zum 9. Mal der ADFC-Fahrradklima-Test statt. Zwischen dem 01. September und dem 30. November 2020 konnten Radfahrende in Deutschland über das Fahrradklima ihrer Städte und Gemeinden abstimmen.
Auch Staufener Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich und gaben mit 75 Stimmen erstmals mehr als die für eine Stadt dieser Größe erforderliche Mindestanzahl von 50 ab. Anhand eines Fragebogens mit 32 Fragen konnte das Fahrradklima nach dem Bewertungsschema von Schulnoten bewertet werden. Staufen erhielt demnach die Gesamtnote 4,2 (Durchschnitt aller Städte derselben Größenklasse 3,8) und erreichte Rang 329 von 418.

Positiv bewertet wurde mit 2,8 die „Nutzung des Rads durch alt und jung“ und mit 3,2 die „Erreichbarkeit des Stadtzentrums“. Negativ dagegen wurden Fragen zum Themenbereich der Sicherheit bewertet. So wurde die „Führung an Baustellen“ mit 5,1, die „Falschparkerkontrolle auf Radwegen“ mit 4,8 und mit 4,7 das „Fahren im Mischverkehr mit KFZ“ eingeschätzt. Aber auch die Breite der Radwege sowie deren Oberflächenbeschaffenheit werden mit 4,4 recht schwach bewertet.

Nicht in die Umfrage miteinfließen konnten die aktuellen, sehr erfreulichen Bemühungen der Stadt um die Verbesserung der Situation für Radfahrende an der Grunerner und Wettelbrunner Straße, sowie die Planung der unmittelbaren Radwegeanbindung an Heitersheim entlang der L129. Dennoch zeigen die Ergebnisse der Umfrage, dass weitere Anstrengungen erforderlich sind, um das Radfahren inner – und außerorts sicherer und damit attraktiver zu machen.

Hier finden Sie das ausführliche Testergebnis


Mitmach-Aktion #besserRadfahren des SWR

Unter dem Stichwort #besserRadfahren hat der SWR eine Mitmach-Aktion gestartet, um der Frage nachzugehen, wie die Situation der Radfahrerinnen und Radfahrer im Südwesten verbessert werden kann.

Auf swr.de/radfahren konnten Sie bis zum 22. April konkrete Gefahrenstellen oder auch vorbildliche Verkehrsführungen auf einer Karte eintragen, auch mit Bild oder Video. Diese Beiträge werden vom SWR mit der Hochschule Karlsruhe und der TU Berlin wissenschaftlich ausgewertet. SWR-Reporter*innen kommen an die gefährlichsten Radler-Hotspots und fragen in Rathäusern, Behörden und Verkehrsministerien nach. Wo gibt es gute Konzepte für sicheres Radfahren? Was muss politisch getan werden?

Machen Sie mit! (Bild: SWR)

Globaler Klimastreik am Freitag 19.03.21

In Müllheim gab es um 14 Uhr eine Solidarkundgebung auf dem Markgräfler Platz (AGUS Markgräflerland).
Die geplante Fahrraddemo in Freiburg musste wegen Corona kurzfristig abgesagt werden (Fridays for Future Freiburg).


Podiumsdiskussion zur Landtagswahl am 5.3.21 um 19:00 Uhr

Auch während der Corona-Krise macht die Klima-Krise keine Pause: Das Jahr 2020 war das zweitwärmste Jahr in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und die CO2-Konzentration in der Luft steigt immer weiter. Anlässlich der bevorstehenden Landtagswahl luden wir zu einer Online-Podiumsdiskussion ein zum Thema „Klimaneutrales Baden-Württemberg – wann und wie?“.
Zu Gast waren die Kandidaten für den Wahlkreis 48 „Breisgau“ Dr. Birte Könnecke (SPD), Gerhard Zickenheiner (Grüne, der kurzfristig Reinhold Pix vertrat) und Dr. Martin Uhl (CDU, in Vertretung von Patrick Rapp) um darüber zu reden, wie sie sich im Landtag gegen die Erderwärmung und für die Verwirklichung der Klimaziele von Paris einsetzen wollen.

Vielen Dank an die Kandidaten und alle Teilnehmer für die interessante Diskussion!


ADFC-Fahrradklima-Test 2020

Zum 9. Mal führte der Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) den Fahrradklima-Test durch. Er ist eine der größten Befragungen zum Radfahrklima weltweit und gibt Politik und Verwaltung ein wichtiges Feedback aus Sicht der „Alltagsexperten“. Mit Hilfe eines Fragebogens können Radfahrerinnen und Radfahrer ihre Meinung über „Spaß oder Stress“ beim Fahrradfahren und im Straßenverkehr in Staufen zum Ausdruck bringen, indem verschiedene Aspekte des Radfahrens bewertet werden.

Die Testergebnisse ermöglichen eine Standortbestimmung zur Fahrradfreundlichkeit von Städten und Gemeinden. Identifizierte Stärken und Schwächen im Vergleich zu anderen Orten können für gezielte Maßnahmen und Programme genutzt werden. Für Kommunen haben sie sich als Orientierungshilfe bewährt.

Bis zum 30. November 2020 konnte der Fragebogen ausgefüllt werden. Dabei wurde für Staufen die Mindestteilnehmerzahl von 50 Teilnehmenden deutlich überschritten! Somit wird es eine eigene Auswertung für Staufen geben, deren Ergebnisse im Frühling 2021 erwartet werden.


Die Energiekarawane zieht durch Staufen!

Die Energiekarawane ist eine aufsuchende Energieberatungskampagne, d.h. Bürgerinnen müssen diese nicht abholen, sondern die Energieberatung kommt nach vorheriger Ankündigung und Ansprache durch die Stadt direkt zu den Hauseigentümerinnen. Diese erhalten eine kostenlose, neutrale und qualifizierte Beratung durch unabhängige Energieeffizienzexperten.
Die Karawane „zieht“ dabei von Quartier zu Quartier: In Staufen startet sie im Bereich südlich der Schladererstraße / Am Schießrain / Albert-Hugard-Straße, und zieht anschließend auch durch die anderen Teile von Staufen.
Nutzen Sie diese Chance und informieren Sie sich über energetischer Sanierungsmaßnahmen an Ihrem Haus!


Rückblick Energiewendetage „Vorfahrt fürs Fahrrad!“ am 19.9.20

Im Rahmen der „Nachhaltigkeits- und Energiewendetage 2020“ informierte die Intitiative Klimaschutz Staufen mit einer Ausstellung auf dem Schladerer Platz „unter den Platanen“ zum klimafreundlichen Stadtverkehr und zum Radwegekonzept und auch über die geplante Energiekarawane Staufen, den persönlichen CO2-Fussabdruck sowie zur Klimawette. Die Bürger*innen waren herzlich eingeladen mitzudiskutieren und den Weg der Stadt Staufen zur klimaneutralen Kommune mitzugehen!


Rückblick der Fahrrad-Demo am 25.7.20

Wow!

400 Radfahrer*innen haben ein starkes Zeichen gesetzt!

Als um kurz vor 11 Uhr immer mehr Radfahrer von allen Seiten zur Mobilitätsstation am Bahnhof strömten, war klar, dass der Wunsch nach besseren und sicheren Radwegen in und um Staufen sehr viele Menschen umtreibt. Nach einer kurzen Begrüßung startete der Fahrradkorso mit 400 Teilnehmern aller Altersstufen über die Krozinger Straße in Richtung des neuen Kreisels am Ortseingang. Einen ersten Zwischenhalt legten wir an der neuen Unterführung ein, als symbolischen Ort für die Vernachlässigung von Radfahrer-Interessen: Während der Bauphase wurden hier bestehende Wege gekappt, und nach Fertigstellung der Umfahrung bedeuten die neuen Wege für die meisten einen deutlichen Umweg.

Weiter ging es vorbei an einer Schlange geduldig wartender Autos über die Neumagenstraße, wo man sich normalerweise als Radfahrer auf Grund des hohen Verkehr kaum zu fahren traut. Über die immer breiter werdende Wettelbrunner Straße fuhren wir zum neuen Kreisel bei den Kleingärten, um erneut eine kurze Pause einzulegen. Dort konnte man sehen, dass ein kurzes Stück neuer Radweg angelegt wurde, dieser aber an den Kleingärten endet. Um auf den neu angelegten Schotterweg nach Grunern oder einem potenziellen Radweg nach Wettelbrunn/Heitersheim zu gelangen, müsste man sich ohne Querungshilfe über die Landstraße trauen, die Böschung hinunter und durch einen Graben hindurch fahren.

Die weitere Strecke führte uns über das schon fertig gestellte Teilstück der Umfahrung, welches die Polizei erfreulicherweise in beide Richtungen absperrte. Mit Belchenblick und für Radfahrer ungewohnt feinem Straßenbelag ging es zum Grunerner Kreisel. In Richtung Innenstadt ging es entlang der Grunerner Straße, wo im Alltag zahlreiche Radfahrer aus Respekt vor dem Autoverkehr den Gehweg mitbenutzen. Über die Anna-Brücke erreichten wir schließlich den Schladerer-Platz unter den Platanen. Zum Abschluss baten wir hier die Teilnehmer, ihre persönlichen Anliegen und Wünsche auf Kärtchen zu schreiben, die wir der Stadt übergeben haben.

Wir möchten uns bei den vielen Teilnehmern bedanken, wir sind überwältigt von der Resonanz! Vielen Dank auch an die Polizei für die großartige Begleitung! Und auch ein Danke den Autofahrern für Ihre Verständnis.

Anliegen der Demo-Teilnehmer*innen

Auf insgesamt 110 Karten hatten die Teilnehmer*innen der Fahrrad-Demo ihre persönlichen Anliegen und Wünsche festgehalten. Anfang August haben wir diese an die Stadtverwaltung und den Stadtrat geschickt.
Wir haben die Karten abgetippt und thematisch gegliedert. Herausgekommen ist eine acht Seiten lange Liste mit Wünschen, vor allem nach neuen, besseren und sicheren Radwegen in Staufen und Umgebung:

Video von der Fahrrad-Demo

Auf dem Youtube-Kanal des Bürgerverein Grunerns gibt es ein schönes Video von der Fahrraddemo:

Bilder von der Fahrrad-Demo

Hintergrund

In die jetzige Zeit, in der wegen des Sommerwetters und der Corona-Pandemie vermehrt Menschen das Fahrrad als Fortbewegungsmittel benutzen, fällt auch der sichtbare Baufortschritt der Umfahrung in Staufen. Vielen Fahrradfahrern (und auch Fußgängern) wird bewusst, dass sie sich nicht nur während der Bauarbeiten, sondern auch nach Fertigstellung an vielen Stellen umgewöhnen müssen: Die Wege nach Bad Krozingen und Grunern verlangen Umwege, ein Radweg entlang der Wettelbrunner Straße nach Wettelbrunn/Heitersheim scheint erstmal in weite Ferne zu rücken.

Auch innerhalb von Staufen werden seit längerem Forderungen nach einer sichereren und attraktiveren Fahrradinfrastruktur erhoben, wie z.B. beim im Sommer 2019 vom damaligen Arbeitskreis Klimaschutz veranstalteten Workshop mit Teilnehmern von Schulen, Vereinen und anderen Gruppierungen.
Auch im Mobilitätskonzept, das im Auftrag der Stadt 2014 erstellt wurde, sind viele Maßnahmen zur Verbesserung der Situation für Fahrradfahrer enthalten, so z.B. Rad-Schutzstreifen und Tempo 30 auf der Neumagen-, Wettelbrunner und Grunerner Straße.

Doch geschehen ist bislang wenig. Staufens Bürgermeister Michael Benitz sagt: „Wer ein wenig aufmerksam unterwegs ist, kommt schon jetzt sicher überall in Staufen mit dem Fahrrad hin.“ Gerade wer Klein- und Schulkinder hat, kennt jedoch die kritischen Gefahrenstellen auf dem Weg zum Kindergarten, zur Schule oder ins Städtle. Mit der Fahrrad-Demo wollen wir zeigen, dass sich viele Menschen in Staufen bessere und vor allem sicherere Wege für Radfahrer wünschen.