Vorschläge für Klimaschutz-Maßnahmen in Staufen

In der kommenden Sitzung des Gemeinderats am 27.10.21 (19 Uhr, BDB-Akademie) steht das Thema „Klimaschutzoffensive“ auf der Tagesordnung (siehe hier). Dabei sollen Maßnahmen-Vorschläge für 2022 zu den Themen Klimaschutz und Klimaanpassung diskutiert und ggf. beschlossen werden.

Wir als IKS begrüßen es, dass konkrete Klimaschutz-Projekte geplant und angepackt werden sollen. Ergänzend zur Beschlussvorlage haben wir weitere, aus unserer Sicht wichtige Ideen und Projekte zusammengestellt, die Staufen auf dem Weg zur Klimaneutralität voranbringen können.

Unsere Vorschläge finden Sie nachfolgend als Bild (Klicken zum Vergößern) oder hier als pdf.


Podiumsdiskussion zur Wahl am 21.9.21 um 19 Uhr

Die Wetterextreme der letzten Zeit machen die Auswirkungen der Klimakrise schon heute deutlich. Der jüngste Bericht des Uno-Weltklimarat und das wegweisende Urteil des Bundesverfassungsgerichts machen den Handlungsbedarf in der Klimaschutzpolitik für eine neue Bundesregierung deutlich.

Vor diesem Hintergrund veranstalteten wir eine Podiumsdiskussion zur Frage „Wann und wie wird Deutschland klimaneutral?“ mit Bundestagskandidat*innen aus unserem südbadischen Wahlkreis Lörrach-Müllheim. Mit dabei waren Moritz Kenk (Linke), Takis Mehmet Ali (SPD), Gerhard Zickenheiner (Grüne) und Dr. Christoph Hoffmann (FDP). Frau Diana Stöcker (CDU) musste leider krankheitsbedingt kurzfristig absagen.

Hier finden Sie die Berichterstattung der Badischen Zeitung.


Fragen zum geplanten „Bürgerhaus“ Staufen

Spätestens seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutzgesetz ist klar, dass Klimaschutz hier und heute passieren muss und nicht in die Zukunft verschoben werden kann. Als Projekt der nahen Zukunft is das für Staufen geplante Bürgerhaus aus unserer Sicht auch vor diesem Hintergrund zu betrachten.

Wir fragen uns daher: Kann die Stadt Ihren Pflichten zum Klimaschutz trotz des zu erwartenden jährlichen Defizits des Bürgerhauses weiterhin nachkommen? Wie wirken sich die Baukosten von ca. 17 Mio. € auf die Ausgaben zum Klimaschutz aus? Verzögern sich dadurch die beschlossenen Maßnahmen des 25-Punkte-Plans zum Klimaschutz? Gibt es Überlegungen bei der Stadt das Ziel der Klimaneutralität auch auf das Jahr 2045 vorzuziehen?

Finanzierung

  1. Wie werden die Investitionskosten aufgebracht? Ist es geplant, städtische Aktiva
    zu veräußern? Wenn ja, welche?
  2. Innerhalb wie vielen Jahren soll der Kredit getilgt werden?
  3. Wie schlagen sich die zu erwartenden jährlichen Kosten von 500.000 € in den
    Budgets der nächsten Jahre nieder?
  4. Wie werden die laufenden Kosten gedeckt? Ist es geplant, kommunale Steuern
    wie Gewerbe- und Grundsteuer zu erhöhen?

CO2 Fußabdruck des geplanten Bürgerhauses

  1. In welchem Energie-Effizienz-Standard soll gebaut werden?
  2. Wie viel CO2 wird durch den Bau freigesetzt (graue Energie)?
  3. Wie viel CO2 entsteht jährlich durch die direkte Nutzung? „(Heizung, Kühlung,
    Strom)“
  4. Wie viel CO2 entsteht jährlich durch An- und Abreise der Besucher und Künstler?
  5. Wird die CO2 Emission in geeigneter Art kompensiert?

Bürgerbeteiligung

  1. Aus welchen Personen setzt sich die Arbeitsgruppe Nutzungskonzept
    zusammen? Welche Interessengruppen sind vertreten?
  2. Wie werden die Bürger*innen künftig in die weiteren Planungen einbezogen?
  3. Wann wird öffentlich über die Schritte, die Überlegungen und Pläne berichtet, um
    einen breiten öffentlichen Diskurs in Gang zu bringen?

Nutzungskonzept

  1. Wird das „Bürgerhaus für ALLE“ beides vereinen: Einen repräsentativen Saal für
    größere Veranstaltungen wie auch Räume für kleine Gruppen:
    o Bürgerinitiativen / Interessengruppen / Zusammenschlüssen
    o Räume (tagsüber) für Sport-, Gymnastik-, Yoga-Gruppen o.ä.
    o Ist geplant, dass Räume von Bürgern für private Zwecke gemietet werden
    können (z.B. Feiern)?
  2. Wie wird die parallele Nutzung der verschiedenen Räume ermöglicht?
  3. Wie viele Veranstaltungen im großen Saal sind jährlich geplant?
  4. Bleibt es bei den zwei kleinen Räumen des Architektenentwurfs, die bei großen
    Veranstaltungen z.T. gebraucht werden? Wie oft sind diese vermutlich belegt?
  5. Besteht die Möglichkeit, Material im Bürgerhaus einzuschließen/ dort zu lagern?

ADFC-Fahrradklima-Test 2020: Ergebnisse für Staufen liegen vor

Im Herbst 2020 fand zum 9. Mal der ADFC-Fahrradklima-Test statt. Zwischen dem 01. September und dem 30. November 2020 konnten Radfahrende in Deutschland über das Fahrradklima ihrer Städte und Gemeinden abstimmen.
Auch Staufener Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich und gaben mit 75 Stimmen erstmals mehr als die für eine Stadt dieser Größe erforderliche Mindestanzahl von 50 ab. Anhand eines Fragebogens mit 32 Fragen konnte das Fahrradklima nach dem Bewertungsschema von Schulnoten bewertet werden. Staufen erhielt demnach die Gesamtnote 4,2 (Durchschnitt aller Städte derselben Größenklasse 3,8) und erreichte Rang 329 von 418.

Positiv bewertet wurde mit 2,8 die „Nutzung des Rads durch alt und jung“ und mit 3,2 die „Erreichbarkeit des Stadtzentrums“. Negativ dagegen wurden Fragen zum Themenbereich der Sicherheit bewertet. So wurde die „Führung an Baustellen“ mit 5,1, die „Falschparkerkontrolle auf Radwegen“ mit 4,8 und mit 4,7 das „Fahren im Mischverkehr mit KFZ“ eingeschätzt. Aber auch die Breite der Radwege sowie deren Oberflächenbeschaffenheit werden mit 4,4 recht schwach bewertet.

Nicht in die Umfrage miteinfließen konnten die aktuellen, sehr erfreulichen Bemühungen der Stadt um die Verbesserung der Situation für Radfahrende an der Grunerner und Wettelbrunner Straße, sowie die Planung der unmittelbaren Radwegeanbindung an Heitersheim entlang der L129. Dennoch zeigen die Ergebnisse der Umfrage, dass weitere Anstrengungen erforderlich sind, um das Radfahren inner – und außerorts sicherer und damit attraktiver zu machen.

Hier finden Sie das ausführliche Testergebnis


Mitmach-Aktion #besserRadfahren des SWR

Unter dem Stichwort #besserRadfahren hat der SWR eine Mitmach-Aktion gestartet, um der Frage nachzugehen, wie die Situation der Radfahrerinnen und Radfahrer im Südwesten verbessert werden kann.

Auf swr.de/radfahren konnten Sie bis zum 22. April konkrete Gefahrenstellen oder auch vorbildliche Verkehrsführungen auf einer Karte eintragen, auch mit Bild oder Video. Diese Beiträge werden vom SWR mit der Hochschule Karlsruhe und der TU Berlin wissenschaftlich ausgewertet. SWR-Reporter*innen kommen an die gefährlichsten Radler-Hotspots und fragen in Rathäusern, Behörden und Verkehrsministerien nach. Wo gibt es gute Konzepte für sicheres Radfahren? Was muss politisch getan werden?

Machen Sie mit! (Bild: SWR)

Globaler Klimastreik am Freitag 19.03.21

In Müllheim gab es um 14 Uhr eine Solidarkundgebung auf dem Markgräfler Platz (AGUS Markgräflerland).
Die geplante Fahrraddemo in Freiburg musste wegen Corona kurzfristig abgesagt werden (Fridays for Future Freiburg).


Podiumsdiskussion zur Landtagswahl am 5.3.21 um 19:00 Uhr

Auch während der Corona-Krise macht die Klima-Krise keine Pause: Das Jahr 2020 war das zweitwärmste Jahr in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und die CO2-Konzentration in der Luft steigt immer weiter. Anlässlich der bevorstehenden Landtagswahl luden wir zu einer Online-Podiumsdiskussion ein zum Thema „Klimaneutrales Baden-Württemberg – wann und wie?“.
Zu Gast waren die Kandidaten für den Wahlkreis 48 „Breisgau“ Dr. Birte Könnecke (SPD), Gerhard Zickenheiner (Grüne, der kurzfristig Reinhold Pix vertrat) und Dr. Martin Uhl (CDU, in Vertretung von Patrick Rapp) um darüber zu reden, wie sie sich im Landtag gegen die Erderwärmung und für die Verwirklichung der Klimaziele von Paris einsetzen wollen.

Vielen Dank an die Kandidaten und alle Teilnehmer für die interessante Diskussion!


ADFC-Fahrradklima-Test 2020

Zum 9. Mal führte der Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) den Fahrradklima-Test durch. Er ist eine der größten Befragungen zum Radfahrklima weltweit und gibt Politik und Verwaltung ein wichtiges Feedback aus Sicht der „Alltagsexperten“. Mit Hilfe eines Fragebogens können Radfahrerinnen und Radfahrer ihre Meinung über „Spaß oder Stress“ beim Fahrradfahren und im Straßenverkehr in Staufen zum Ausdruck bringen, indem verschiedene Aspekte des Radfahrens bewertet werden.

Die Testergebnisse ermöglichen eine Standortbestimmung zur Fahrradfreundlichkeit von Städten und Gemeinden. Identifizierte Stärken und Schwächen im Vergleich zu anderen Orten können für gezielte Maßnahmen und Programme genutzt werden. Für Kommunen haben sie sich als Orientierungshilfe bewährt.

Bis zum 30. November 2020 konnte der Fragebogen ausgefüllt werden. Dabei wurde für Staufen die Mindestteilnehmerzahl von 50 Teilnehmenden deutlich überschritten! Somit wird es eine eigene Auswertung für Staufen geben, deren Ergebnisse im Frühling 2021 erwartet werden.


Die Energiekarawane zieht durch Staufen!

Die Energiekarawane ist eine aufsuchende Energieberatungskampagne, d.h. Bürgerinnen müssen diese nicht abholen, sondern die Energieberatung kommt nach vorheriger Ankündigung und Ansprache durch die Stadt direkt zu den Hauseigentümerinnen. Diese erhalten eine kostenlose, neutrale und qualifizierte Beratung durch unabhängige Energieeffizienzexperten.
Die Karawane „zieht“ dabei von Quartier zu Quartier: In Staufen startet sie im Bereich südlich der Schladererstraße / Am Schießrain / Albert-Hugard-Straße, und zieht anschließend auch durch die anderen Teile von Staufen.
Nutzen Sie diese Chance und informieren Sie sich über energetischer Sanierungsmaßnahmen an Ihrem Haus!


Rückblick Energiewendetage „Vorfahrt fürs Fahrrad!“ am 19.9.20

Im Rahmen der „Nachhaltigkeits- und Energiewendetage 2020“ informierte die Intitiative Klimaschutz Staufen mit einer Ausstellung auf dem Schladerer Platz „unter den Platanen“ zum klimafreundlichen Stadtverkehr und zum Radwegekonzept und auch über die geplante Energiekarawane Staufen, den persönlichen CO2-Fussabdruck sowie zur Klimawette. Die Bürger*innen waren herzlich eingeladen mitzudiskutieren und den Weg der Stadt Staufen zur klimaneutralen Kommune mitzugehen!


Rückblick der Fahrrad-Demo am 25.7.20

Wow!

400 Radfahrer*innen haben ein starkes Zeichen gesetzt!

Als um kurz vor 11 Uhr immer mehr Radfahrer von allen Seiten zur Mobilitätsstation am Bahnhof strömten, war klar, dass der Wunsch nach besseren und sicheren Radwegen in und um Staufen sehr viele Menschen umtreibt. Nach einer kurzen Begrüßung startete der Fahrradkorso mit 400 Teilnehmern aller Altersstufen über die Krozinger Straße in Richtung des neuen Kreisels am Ortseingang. Einen ersten Zwischenhalt legten wir an der neuen Unterführung ein, als symbolischen Ort für die Vernachlässigung von Radfahrer-Interessen: Während der Bauphase wurden hier bestehende Wege gekappt, und nach Fertigstellung der Umfahrung bedeuten die neuen Wege für die meisten einen deutlichen Umweg.

Weiter ging es vorbei an einer Schlange geduldig wartender Autos über die Neumagenstraße, wo man sich normalerweise als Radfahrer auf Grund des hohen Verkehr kaum zu fahren traut. Über die immer breiter werdende Wettelbrunner Straße fuhren wir zum neuen Kreisel bei den Kleingärten, um erneut eine kurze Pause einzulegen. Dort konnte man sehen, dass ein kurzes Stück neuer Radweg angelegt wurde, dieser aber an den Kleingärten endet. Um auf den neu angelegten Schotterweg nach Grunern oder einem potenziellen Radweg nach Wettelbrunn/Heitersheim zu gelangen, müsste man sich ohne Querungshilfe über die Landstraße trauen, die Böschung hinunter und durch einen Graben hindurch fahren.

Die weitere Strecke führte uns über das schon fertig gestellte Teilstück der Umfahrung, welches die Polizei erfreulicherweise in beide Richtungen absperrte. Mit Belchenblick und für Radfahrer ungewohnt feinem Straßenbelag ging es zum Grunerner Kreisel. In Richtung Innenstadt ging es entlang der Grunerner Straße, wo im Alltag zahlreiche Radfahrer aus Respekt vor dem Autoverkehr den Gehweg mitbenutzen. Über die Anna-Brücke erreichten wir schließlich den Schladerer-Platz unter den Platanen. Zum Abschluss baten wir hier die Teilnehmer, ihre persönlichen Anliegen und Wünsche auf Kärtchen zu schreiben, die wir der Stadt übergeben haben.

Wir möchten uns bei den vielen Teilnehmern bedanken, wir sind überwältigt von der Resonanz! Vielen Dank auch an die Polizei für die großartige Begleitung! Und auch ein Danke den Autofahrern für Ihre Verständnis.

Anliegen der Demo-Teilnehmer*innen

Auf insgesamt 110 Karten hatten die Teilnehmer*innen der Fahrrad-Demo ihre persönlichen Anliegen und Wünsche festgehalten. Anfang August haben wir diese an die Stadtverwaltung und den Stadtrat geschickt.
Wir haben die Karten abgetippt und thematisch gegliedert. Herausgekommen ist eine acht Seiten lange Liste mit Wünschen, vor allem nach neuen, besseren und sicheren Radwegen in Staufen und Umgebung:

Video von der Fahrrad-Demo

Auf dem Youtube-Kanal des Bürgerverein Grunerns gibt es ein schönes Video von der Fahrraddemo:

Bilder von der Fahrrad-Demo

Hintergrund

In die jetzige Zeit, in der wegen des Sommerwetters und der Corona-Pandemie vermehrt Menschen das Fahrrad als Fortbewegungsmittel benutzen, fällt auch der sichtbare Baufortschritt der Umfahrung in Staufen. Vielen Fahrradfahrern (und auch Fußgängern) wird bewusst, dass sie sich nicht nur während der Bauarbeiten, sondern auch nach Fertigstellung an vielen Stellen umgewöhnen müssen: Die Wege nach Bad Krozingen und Grunern verlangen Umwege, ein Radweg entlang der Wettelbrunner Straße nach Wettelbrunn/Heitersheim scheint erstmal in weite Ferne zu rücken.

Auch innerhalb von Staufen werden seit längerem Forderungen nach einer sichereren und attraktiveren Fahrradinfrastruktur erhoben, wie z.B. beim im Sommer 2019 vom damaligen Arbeitskreis Klimaschutz veranstalteten Workshop mit Teilnehmern von Schulen, Vereinen und anderen Gruppierungen.
Auch im Mobilitätskonzept, das im Auftrag der Stadt 2014 erstellt wurde, sind viele Maßnahmen zur Verbesserung der Situation für Fahrradfahrer enthalten, so z.B. Rad-Schutzstreifen und Tempo 30 auf der Neumagen-, Wettelbrunner und Grunerner Straße.

Doch geschehen ist bislang wenig. Staufens Bürgermeister Michael Benitz sagt: „Wer ein wenig aufmerksam unterwegs ist, kommt schon jetzt sicher überall in Staufen mit dem Fahrrad hin.“ Gerade wer Klein- und Schulkinder hat, kennt jedoch die kritischen Gefahrenstellen auf dem Weg zum Kindergarten, zur Schule oder ins Städtle. Mit der Fahrrad-Demo wollen wir zeigen, dass sich viele Menschen in Staufen bessere und vor allem sicherere Wege für Radfahrer wünschen.