Nahwärmekonzept

Nahwärme aus Erneuerbaren Energien, Kraft-Wärme-Koppelung und „Abfallwärme“ aus Produktionsprozessen

Durch die Nutzung von Nahwärme aus z.B. einem Holz-Heizkraftwerk werden Erdgas- oder Heizölanlagen ersetzt, regionale Arbeitsplätze und Wertschöpfung entwickelt.

Achtung: Nahwärmenetze machen nur dort Sinn, wo bereits über eine energetische Sanierung von Gebäuden nachgedacht und diese umgesetzt wurde. Jeder Euro, der in Energieeinsparung durch Gebäudesanierung fließt, ist günstiger als der alleinige Austausch der Heizanlage.

Vorteile von Nahwärmenetzen sind bei guter Planung:

  • Nahwärme bietet eine ökologische und wirtschaftliche Energieversorgung – insbesondere dort, wo viele Abnehmer auf engem Raum zusammenkommen (in dichter bebauten Stadteilen mit älterer Bebauung (vor 1980)).
  • Sie bieten den Anwohnern dieser Stadteile attraktive Wärmepreise, die je nach Ausgangslage gleich hoch oder deutlich günstiger liegen als bei dezentralen Heizanlagen
  • Die für den Betrieb eines Heizkraftwerkes nötigen Hackschnitzel werden aus der Region geliefert. Der Stadtwald Staufen (ca. 700 ha) stellt nachhaltig > 4.000 t atro Restholz für eine energetische Verwertung bereit. – Die Stadt wird so unabhängiger von Öl- und Gasimporten sowie von Atomstrom und kann die benötigte Wärme aus eigener Kraft erwirtschaften.
  • Strom aus Kraft-Wärmekoppelung im Holz-Heizkraftwerk kann über die Stromnetze der eigenen Stadtwerke Müllheim-Staufen ohne Netzgebühren sehr günstig den Bürgern und Bürgern angeboten werden.
  • Nahwärme aus einem Holz-Heizkraftwerk oder industrieller Abwärmenutzung (z.B. aus dem Werk der BILCARE GmbH) bedeutet hohe CO2-Einsparung.
  • Das bedeutet auch eine Feinstaubreduktion. Für größere Heizwerke lassen sich effektive Luftfilter besser realisieren als für dezentrale Heizanlagen.

Nahwärmekonzept für Staufen aus dem Klimaschutzkonzept „Klimaneutrale Kommune:

Massnahme-Nahwärme für Staufen - Klimaschutzkonzept