Jubiläumsprogramm 10 Jahre Arbeitskreis Klimaschutz Staufen

Spiegelzelt-Show am 16. Oktober in Staufen

Bau-(S)ingenieur Ronny Meyer als rockender Moderator für den Klimaschutz

„Alles gegen den Klimawandel gibt‘s doch längst im Baustoffhandel“ reimt Bauingenieur Ronny Meyer und gibt u.a. damit der trockenen Debatte um Klimaziele und Energieeffizienz frischen Schwung. So wird das Thema „Was kostet uns der Klimaschutz?“ in unterhaltsamer aber dennoch informativer Art den Leuten nähergebracht.

Hintergrund: Vor zehn Jahren hat sich der Arbeitskreis Klimaschutz Staufen (AKK) konstituiert und seither regelmäßig getagt. Zehn Jahre Arbeit für den Klimaschutz – Grund genug für den AKK, in diesem Jahr mit besonderen Aktionen in Staufen und im Umland auf seine Ziele aufmerksam zu machen.

Am 30. Juli ist Staufen Etappenziel der tour-de-natur: wie jedes Jahr fahren auch 2017 mehr als 100 Menschen auf ihrem Fahrrad im Tross zu bedeutsamen Orten, um auf die Umweltproblematik aufmerksam zu machen. Thematische Schwerpunkte sind dabei Friedenspolitik, Radverkehr und erneuerbare Energieträger als Alternative zur Atomkraft. Dieses Jahr ist Start in Basel. U. a. werden die AKWs Fessenheim und Philippsburg angefahren, aber auch Wyhl, wo seinerzeit Bürgerprotest das Atomkraftwerk verhindern konnte. In Staufen wollen die Natur-Radler*innen nicht nur die Folgen der schiefgegangenen Geothermie-Nutzung sehen, sondern sich auch über die vom AKK formulierten konstruktiven Vorschläge zur Quartierssanierung und zur Energieversorgung informieren. (Infos: www.tourdenatur.net )

Am 10. September will der AKK Staufen zusammen mit dem neu gegründeten AKK Bad Krozingen mit einem Fahrradkorso an die Erfindung des Laufrads durch Carl Drais vor 200 Jahren erinnern. Der Weg führt von Platz der geplanten Mobilitätsstation am Staufener Bahnhof über einige Ortsteile nach Bad Krozingen. Mit diesem Korso soll auch auf klimafreundliche Mobilität hinwiesen werden.

Im Jubiläumsjahr wird es eine Weiterbildung für Fachleute geben: Auf Anregung des AKK Bauingenieur Ronny Meyer wird am 22.09.2017 ein Crashkurs zum „Zertifizierten Modernisierungsberater“ angeboten. Das Thema: Wie wir mit staatlichen Zuschüssen hochwertige Modernisierungen durchführen können und zugleich dem regionalen Handwerk solide Aufträge vermitteln.  Hauseigentümer tragen dazu bei, die CO2-Emissionen zu reduzieren und das investierte Geld bleibt in der Region. Seminar findet im Bürgerhaus Alte Schule in Staufen im Ortsteil Grunern (Dorfstraße 27) statt. (Anmeldung auf modernisierungsoffensive.com/termine)

Am 16.10.2017 findet schließlich die oben angekündigte ultimative Klimaschutz-Show“ im Spiegelzelt am Schladererplatz statt. Bauingenieur Meyer übernimmt an diesem Abend die Moderatorenrolle, dann allerdings als (Bau)Singenieur. Spannende Interviews mit Überraschungsgästen „auf der roten Couch“, Video-Clips und fetzige Musik von der Band MEYERS ROCKHAUS bringen das für Viele eher trockene Thema Energetische Haussanierung sehr unterhaltsam und spannend-informativ rüber.

Darf man so ernste Themen wie Klimaschutz und Wohnhaus-Sanierung – schließlich geht es hier auch um viel Geld – locker-witzig anpacken? Dazu Ronny Meyer:

„In meinen Augen muss man das sogar tun, denn wenn in diesbezüglichen Informations-veranstaltungen die ganze Zeit nur von Wärmedurchgangskoeffizienten oder Heizkessel-Wirkungsgraden gesprochen wird, schalten doch die meisten Gäste im Publikum ab. Wir präsentieren die bautechnischen Informationen etwas bunter, ohne dass sie an Substanz verlieren. Denn bei jeder unserer Veranstaltungen steht bei aller Leichtigkeit immer der Ernst der Botschaft im Vordergrund.“

Manchem mag diese Herangehensweise auch etwas befremdlich erscheinen: spätestens nach dem Bühnenprogramm – wenn interessierte Zuschauer die Gelegenheit hatten, den Mitgliedern des AKK und den Modernisierungsexperten ihre individuellen Fragen zu stellen – kann jeder erkennen, dass es hier um einen fachlichen Gedankenaustausch auf höchster Ebene geht. Das Ziel ist, die Energiewende locker und heiter, und dennoch entschlossen anzupacken: So müssten die Klimaziele doch zu schaffen sein!

Beim auf die Veranstaltung folgenden Workshop“ am Samstag, den 21.10. werden die Staufener*innen dann in verschiedenen Arbeitsgruppen Gelegenheit haben, nach einführenden Impulsreferaten selber erfahren, wie sie ihren persönlichen CO2-Fussabdruck verringern können, ohne dabei auf Komfort verzichten zu müssen. Denn wir haben ein ehrgeiziges langfristiges Ziel: Staufen auf dem Weg zur klimaneutralen Kommune 2050 voranzubringen!

Energieeffizientes Bauen und Wohnen

Einladung zum 1. Staufener Energiegespräch
„Klimaschutz und Energieeffizientes Bauen und Wohnen“

Donnerstag 12. März 2015 im Stubenhaus Staufen, 19:00 Uhr

Unter dem Motto „Klimaneutrale Kommune Staufen 2050“ entsteht derzeit ein Modellstadtteil im Neubaugebiet „Rundacker II“. Ein weiteres Vorhaben ist die vorbildliche und effiziente energetische Sanierung bestehender, älterer Bausubstanz über ein von der KfW gefördertes „Integriertes Quartierskonzept“ in den Gebieten Rundacker-Hofacker-Halsmäntele.

Die Veranstaltung bietet Informationen und Diskussion zu wirtschaftlich tragbaren Lösungen zu den Themen:

  • Energieeinsparung beim Bauen
  • Klimaschonende Baukonzepte
  • Energetische Sanierung
  • Nutzung erneuerbarer Energien

Kern der Veranstaltung bildet der Fachvortrag:

„Wirtschaftlichkeit von Energetischer Gebäudesanierung“
Werner Eicke-Hennig,
Institut Wohnen und Umwelt (IWU), Darmstadt

Im Anschluss an den Vortrag findet eine Podiumsdiskussion statt.

Träger dieser Veranstaltung sind die Stadtwerke MüllheimStaufen und der Arbeitskreis Klimaschutz. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Flyer (PDF) hier herunterladen oder direkt an Interessierte weiterleiten.

Erweiterung Holzheizwerk Wolfacker

Im Zuge der Erschliessung des Neubaugebiets Rundacker II wird das bestehende Heizwerk an der Grunerner Strasse derzeit erweitert und modernisiert. Die Durchführung der Erweiterung und der Betrieb liegt bei badenova WÄRMEPLUS., die mit ihrem Nebenangebot eines günstigeren Wärmepreises gegenüber den Stadtwerken den Zuschlag bekam (die BZ berichtete). Die Ausschreibung zur Erweiterung erfolgte 2012 nach einem Gutachten der Fa. Holzenergie Beratung Bunk mit dem Auftrag zur Beratung und Erarbeitung der technischen und wirtschaftlichen Grundlagen für die Ausschreibung und Vergabe einer Nahwärmeversorgung. Gemäss der Rahmenbedingungen dieser Ausschreibung vom 26.7.2012 verpflichtete sich der Auftragnehmer Holzhackschnitzel aus regionalen Quellen zu beziehen und Holz mit einem Anteil von 70% an der Energieerzeugung zu beteiligen. Ferner ist auch der Einbau eines neuen Rauchgasfilters vorgesehen.

Heizzentrale im BauErweitering Heizwerk WolfackerVersorgt werden sollen mindestens alle Neubauten im Rundacker II (31 Einfamilienhäuser, 5 Doppelhaushälften, 51 Reihenhäuser, 14 Mehrfamilienhäuser – je 6 WE) sowie weitere Kunden im Bereich der Zuleitungen im Wohngebiet Rundacker I.

Die Erweiterung ist Teil des Projekts „Klimaneutrale Kommune 2050“.