Grußwort des Umweltministers, Franz Untersteller

Zitat

Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt ändern“ – so lautet ein afrikanisches Sprichwort. Und es passt besonders gut zum Klimaschutz. Der Klimawandel ist die existenzielle Herausforderung dieses Jahrhunderts. Weltweit sind die Folgen des Klimawandels sichtbar. Ob in Texas und Louisiana, wo in diesem Sommer tausende Quadratkilometer Land unter Wasser stehen und unzählige Menschen ihrer Heimat, manche sogar ihres Lebens beraubt wurden. Oder in Bangladesch und China, wo dieses Jahr mehr als 1,3 Millionen Menschen auf der Flucht vor Überschwemmungen sind. Oder in vielen Ländern Afrikas, wo aufgrund zunehmender Dürre die Ernährung der Menschen und langfristig auch die Bewohnbarkeit vieler Landstriche auf dem Spiel steht. Oder aber bei uns, wo Erdrutsche in Graubünden und Überflutungen in Braunsbach, Berlin und vielen anderen Orten immense Schäden verursachen und Menschenleben kosten.

Überall auf der Welt wird zunehmend deutlich, was Klimawandel tatsächlich bedeutet: Eine existentielle Krise, die zu unendlichem menschlichen Leid führen wird, zur Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen und zur Zerstörung ökonomischer Werte in bislang unvorstellbaren Größenordnungen.

Wir sind die erste Generation, die die Folgen des Klimawandels spürt und die letzte, die ein unkontrolliertes Ansteigen der Temperatur noch verhindern kann. Deshalb ist es so wichtig, dass wir auf allen Ebenen etwas für den Schutz des Klimas tun. Das haben sich bereits vor zehn Jahren die Stadt Staufen und engagierte Bürgerinnen und Bürger gedacht und den Arbeitskreis Klimaschutz gegründet. Seitdem ist der Arbeitskreis aktiv, um den Klimaschutz vor Ort voranzutreiben und das Bewusstsein zu schaffen, warum Klimaschutz so wichtig ist. Diese Initiative ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie wir uns konkret vor Ort engagieren können. Ob die Klimaneutrale Kommune 2050, der Ausbau des ÖPNV und das Gesamtverkehrskonzept, das integrierten Klimaschutzkonzept der Stadt oder auch das Neubaugebiet Rundacker II als Leuchtturm-Projekt für klimafreundliches Leben und Wohnen: der Arbeitskreis Klimaschutz macht mit seinen Ideen und seinem Engagement Klimaschutz begreifbar, nachvollziehbar und erlebbar.

Ich möchte deshalb der Stadt und allen ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern für Ihren Einsatz und Ihre Arbeit danken. Die Vielzahl ihrer Projekte und Ideen ist Ausdruck ihres besonderen Zukunftsbewusstseins: Wir sollten erhalten, was uns erhält. Und der Klimawandel würde uns unsere natürlichen Lebensgrundlagen entziehen. Klimaschutz ist also Einsatz für die Zukunft, damit auch kommende Generationen in einer intakten Umwelt leben können. Die Arbeit des Arbeitskreises Klimaschutz ist also im besten Sinn enkeltauglich.

Franz Untersteller MdL
Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg

10 Jahre Arbeitskreis Klimaschutz Staufen

Am 16. Oktober 2017 feierte der Arbeitskreis Klimaschutz (AKK) Staufen sein 10-jähriges Jubiläum mit einer „ultimativen Klimaschutz-Show“ im Spiegelzelt. Moderator des Abends war Ronny Meyer, der im Rahmen seiner „Modernisierungsoffensive“ ein unterhaltsames Programm geboten hat: Hausbesitzer*Innen wurden Wege zur energetischen Sanierung vorgestellt und die vielfältigen Fördermöglichkeiten aufgezeigt.

Die Mitglieder des Arbeitskreises haben sich gefreut über das lobende Grußwort des Umweltministers Franz Untersteller, sowie über zahlreiche Besucher/innen aus regionalen Klimaschutz-Initiativen. Schlagfertig gaben der Staufener Bürgermeister, Michael Benitz, und der Geschäftsführer der Stadtwerke Müllheim-Staufen, Jochen Fischer, Antwort auf die Fragen des Moderators zum Thema Klimaschutz in Staufen und der Region.

Wir danken den anwesenden Stadträten aller Fraktionen für ihr Interesse und die angeregten Diskussionen nach der Veranstaltung. Darüberhinaus bedanken wir uns bei der Stadt für die großzügige Überlassung des Spiegelzeltes und bei allen Sponsoren, die diese Veranstaltung und die Tombola durch ihre Beiträge ermöglicht haben.

Die Badische Zeitung berichtete: Feiern mit viel Energie (veröffentlicht am Fr, 20. Oktober 2017 auf badische-zeitung.de)